Die Investorenpläne von Gianni Infantino für die WM sind vom Tisch. Die UEFA zeigt gegenüber der FIFA dennoch weiterhin klare Kante.
Die Drohkulisse, die Weltmeisterschaft zu boykottieren, bleibt bestehen. Obwohl Infantino von seiner Investoren-Idee absieht, hat der Weltverband die geforderten Bedingungen nicht erfüllt, betonte die UEFA in einem Statement. Demnach haben Infantino notwendigen Zusicherungen hinsichtlich der Zukunft gegeben.
„Die Mitgliedsverbände der UEFA haben die Bedingungen für die Nichtteilnahme an FIFA-Wettbewerben sehr deutlich gemacht. Erstens mussten die Vorschläge zum Verkauf der großen Wettbewerbe zurückgezogen werden, und zweitens musste zugesichert werden, dass solche Versuche, den Sport auf diese Weise zu verzerren, nie wieder unternommen werden. Diese Bedingungen wurden nicht erfüllt“, heißt es vonseiten der europäischen Konföderation.
FIFA-Spitze stärkt umstrittenen Infantino den Rücken
Und weiter: „Die gestrige Ankündigung, dass einige Mitarbeiter des FIFA-Präsidenten mit ihm übereinstimmen, ändert daran nichts.“ Bei einer Krisensitzung in Rabat hat sich die Führungsebene des Weltverbandes geschlossen hinter Infantino gestellt. „Nach einem Treffen in Rabat (Marokko) bekräftigten der FIFA-Generalsekretär und die anwesenden Mitglieder der FIFA-Geschäftsleitung ihre uneingeschränkte Unterstützung für FIFA-Präsident Gianni Infantino als einzigen von den 211 FIFA-Mitgliedsverbänden gewählten Amtsträger“, verkündete der Weltverband.
„In diesem Zusammenhang ist die Leitung des Weltfussballverbands fest davon überzeugt, dass die Ergebnisse der heutigen Sitzung die Führungsstruktur der FIFA stärken, das Vertrauen in die Organisation wiederherstellen und die Basis dafür legen, geschlossen und transparent die bevorstehenden Grossveranstaltungen und Herausforderungen anzugehen und gleichzeitig den Fussball weiterhin weltweit zu fördern.“

Infantino sieht sich dennoch weiterhin scharfer Kritik ausgesetzt. Die UEFA hat ihm längst das Vertrauen entzogen und einen Rücktritt gefordert. Zuletzt kam zudem der Vorwurf auf, dass Infantino Marokko die Austragung des WM-Endspiels 2030 zusichern wollte, wenn er im Gegenzug auf die Unterstützung des Verbands zählen kann. Diese Anschuldigungen wies die FIFA jedoch deutlich zurück: „Es ist falsch und irreführend zu behaupten, der FIFA-Präsident habe irgendein Versprechen bezüglich der Austragung des Finales abgegeben.“









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