Ismael Saibari gehört zu den spannendsten Neuzugängen des FC Bayern. Hinter dem sportlichen Aufstieg des marokkanischen Nationalspielers steckt jedoch eine außergewöhnliche Geschichte. Im vereinseigenen Magazin 51 blickt der 25-Jährige auf eine Kindheit voller harter Zusatzarbeit, Rückschläge und gesundheitlicher Probleme zurück.
Dass Saibari heute als technisch versierter und torgefährlicher Offensivspieler gilt, ist offenbar kein Zufall. Sein Vater Hassan legte schon früh großen Wert darauf, dass sein Sohn nicht nur mit dem starken rechten Fuß agiert.
Nach jedem regulären Training musste der heutige Bayern-Profi deshalb täglich zwischen 50 und 60 Abschlüsse ausschließlich mit dem linken Fuß absolvieren. „Am Anfang habe ich es gehasst“, erinnert sich Saibari im Bayern-Magazin 51. Während seine Mitspieler längst auf dem Heimweg waren, begann für ihn häufig erst die zusätzliche Trainingseinheit.
Heute bewertet der Offensivspieler diese Zeit völlig anders: „Am Ende hat es sich ausgezahlt.“
Rückschläge prägten den Bayern-Neuzugang
Die täglichen Extraschichten bildeten jedoch nur einen Teil seines ungewöhnlichen Werdegangs. Bereits bei seiner Geburt musste Saibari einen schweren Rückschlag verkraften. Der Marokkaner kam mit einer ausgeprägten Fehlstellung beider Füße zur Welt. Ärzte zweifelten laut dem Bericht sogar daran, ob er später überhaupt normal laufen könne.
Auch auf seinem Weg in den Profifußball musste der 25-Jährige Widerstände überwinden. Beim belgischen Traditionsklub RSC Anderlecht wurde Saibari aussortiert, weil ihn die Verantwortlichen körperlich nicht für leistungsfähig genug hielten.
Ausgerechnet seine Physis zählt heute zu seinen größten Stärken. Der 1,85 Meter große Offensivspieler kombiniert Dynamik, Robustheit und Technik auf höchstem Niveau und kann auf mehreren Positionen im Angriff eingesetzt werden.
Kompany spielte eine entscheidende Rolle

Mit genau diesem Profil überzeugte Saibari auch die Verantwortlichen des FC Bayern. Der Nationalspieler Marokkos unterschrieb in München einen Vertrag bis 2031 und gilt als Wunschspieler von Vincent Kompany.
Nach eigener Aussage spielte der Bayern-Trainer eine entscheidende Rolle bei seiner Wechselentscheidung.
Auch frühere Wegbegleiter schwärmen von den Qualitäten des Neuzugangs. Ex-Bayern-Verteidiger Medhi Benatia lobte insbesondere Saibaris Tempo, seine Technik und seine Fähigkeit, sich auch unter Druck durchzusetzen. Sein früherer Trainer Kevin Van Dessel bezeichnete ihn als eine moderne „Neuneinhalb“, die sowohl offensiv Tiefe erzeugt als auch intensiv gegen den Ball arbeitet.
Neben seinen sportlichen Fähigkeiten bringt Saibari auch abseits des Platzes beste Voraussetzungen mit. Der Offensivspieler spricht bereits fünf Sprachen und möchte nun auch Deutsch lernen.
Sein Werdegang zeigt eindrucksvoll, dass der Weg zum FC Bayern alles andere als geradlinig verlief. Von einer angeborenen Fußfehlstellung über tägliche Sonderschichten mit dem Vater bis hin zur Ausmusterung bei Anderlecht musste Saibari zahlreiche Hürden überwinden. Gerade diese Erfahrungen scheinen ihn jedoch zu dem Spieler gemacht zu haben, den der FC Bayern heute verpflichtet hat.










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