Bayer Leverkusen will dem FC Bayern auch in Zukunft die Stirn bieten. Geschäftsführer Fernando Carro macht dabei kein Hehl aus den Ambitionen des Werksklubs. Der 62-Jährige sieht die Münchner zwar weiterhin als Maßstab – glaubt aber, dass die Bundesliga von mehr Abwechslung und Spannung im Titelrennen profitieren würde.
Nach einer enttäuschenden Saison, die Leverkusen auf Platz 6 beendete, steht bei der Werkself erneut ein Umbruch an. Nachdem Alonso-Nachfolger Erik ten Hag bereits nach wenigen Wochen Geschichte war, trennte man sich nach der Saison auch von seinem Nachfolger Kasper Hjulmand.
Statt des Niederländers wird in der kommenden Saison der Spanier Carles Martinez Novell auf der Leverkusen-Bank sitzen. Der 42-Jährige kommt vom FC Toulouse und soll die Werkself perspektivisch wieder zu einem ernsthaften Meisterschafts-Kandidaten machen.
„Ich habe immer 2028 oder 2029 genannt. Ich hätte aber nichts dagegen, wenn es schon 2027 so weit wäre“, sagte Fernando Carro im Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger und der Kölnischen Rundschau.
Bayern bleibt der große Favorit
Für Carro ist dennoch klar, dass die Bayern auch im kommenden Jahr als Favorit auf die Meisterschaft in die Saison gehen, und er weiß, dass einiges zusammenpassen muss, um den deutschen Rekordmeister anzugreifen.
„Für diese Einschätzung ist es noch etwas früh. Die Bayern sind sehr gut. Um sie ernsthaft anzugreifen, muss vieles zusammenpassen. Wir sind dabei, unseren Kader noch gezielt zu verstärken und gleichzeitig eine Mannschaft zu formen, in der jeder seine Rolle annimmt, auch wenn er weniger zum Einsatz kommen sollte, sagte Carro mit Blick auf die kommende Saison.
„Wollen Titel gewinnen“

Unter dem neuen Trainer Carles Martinez Novell will Carro zunächst „wieder unser gewohntes Niveau erreichen“.
„Wir wollen konstant zu den besten vier Mannschaften in Deutschland und zu den besten 16 in Europa gehören. Nach dem Klubkoeffizienten sind wir derzeit sogar Neunter in Europa. Und wir wollen Titel gewinnen – ob im DFB-Pokal, in der Meisterschaft, der Europa League oder der Champions League“, ergänzte der 62-Jährige.
Für Carro steht fest: Die Bundesliga braucht mehr Abwechslung. Daher nimmt der Leverkusen-Boss auch die anderen Bayern-Jäger in die Pflicht: „Ich möchte eigentlich immer angreifen – aber das sollte auch für andere gelten, denn die Bundesliga braucht dringend mehr Abwechslung an der Spitze.“










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