Miron Muslic steht mit dem FC Schalke 04 vor einer herausfordernden Saison in der Bundesliga. Halt findet der Trainer bei seiner Familie.
Im Gespräch mit der Bild-Zeitung gewährte der 43-Jährige private Einblicke. Nach einer anstrengenden Spielzeit in Liga zwei sind die Akkus dank des Familienurlaubs wieder voll, betonte Muslic. Auch während der Saison reist der Trainer mehrmals nach Österreich, um seine Frau und seine Kinder zu sehen. „Das liegt daran, dass ich sie einfach vermisse. Als dreifacher Familienvater, der seit über 20 Jahren mit seiner Frau verheiratet ist, komme ich jeden Tag in eine leere Wohnung. Natürlich fehlt mir dann meine Familie“, erzählte Muslic.
Obwohl er schon seit 2021 nicht mehr in Österreich arbeitet, hat sich Muslic bewusst dagegen entschieden, seine Familie nach Gelsenkirchen zu holen. Da seine Eltern als Personalarbeiter in Hotels tätig waren, musste er selbst in seiner Jugend häufig umziehen und habe „fast zehn verschiedene Schulen“ besucht, erklärte der S04-Coach: „Meine Eltern haben aus Notwendigkeit gewissermaßen ein Nomadenleben geführt. Ich habe mir fest geschworen, dass ich das meiner Familie nicht antun möchte.“
Muslic vermisst die Familie: „Das tut mir unglaublich weh“
Mit gemeinsamen Ritualen hält er den Kontakt zur Familie aufrecht: „Wir starten jeden Tag mit einem WhatsApp-Videoanruf. Hamza und meine Frau Ensada sind auch Frühaufsteher. Diese Gespräche geben mir das Gefühl, durch die Wand gehen zu können – mich kann dann nichts mehr aufhalten.“
Während seine älteren Kinder Job und Privates trennen, ist Muslics jüngster Sohn Hamza selbst großer Schalke-Fan geworden, verriet der dreifache Vater: „Hamza hat gefühlt jedes Schalke-Trikot in jeder Farbe, jeder Größe und jeder Nummer. Er trägt jeden Tag Schalke-Klamotten in der Schule.“ Bei all den Bestellungen im Fan-Shop gibt es immerhin Mitarbeiterrabatt, scherzte der Trainer: „Ich unterstütze Schalke bestmöglich!“

Trotz allem fehlt Muslic der tägliche Kontakt zu seinem Sohn. Gemeinsam die Hausaufgaben zu erledigen oder Fußball zu spielen, seien „Dinge, die du mit einer noch so schönen Arena nicht wettmachen kannst“, weiß der 43-Jährige: „Da bin ich unerfüllt, das tut mir unglaublich weh. Ich habe Hamza verlassen, als er vier Jahre alt war, jetzt ist er neun – und wir sehen uns 45 Tage im Jahr. Das ist gar nichts. Aber ohne etwas aufzuopfern, gibt es keinen Erfolg und damit eine gesicherte Zukunft.“









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