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Muslics Anfänge auf Schalke: „Dann wäre ich nach Hause gegangen"
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Muslics Anfänge auf Schalke: „Dann wäre ich nach Hause gegangen"

Seit einem Jahr ist Miron Muslic beim FC Schalke 04 im Amt. Der Aufstiegstrainer ist bei S04 längst Publikumsliebling.

Mit seiner emotionalen, aber aufgeräumten Art hat der 43-Jährige die Herzen der Fankurve schnell erobert und ist nach der Rückkehr in die Bundesliga der große Hoffnungsträger für eine langfristige Zukunft in Liga eins. Im Interview mit Bild erinnerte sich Muslic an seine Anfänge auf Schalke: „Ich bin nach der schlechtesten Saison der Schalker Vereinsgeschichte gekommen. Es war instabil. Trotzdem war vom ersten Tag an klar, dass wir den Mut haben, alles auf den Kopf zu stellen.“

Als Frank Baumann den damals in Deutschland völlig unbekannten Trainer von Plymouth Argyle loseiste und dafür sogar eine hohe sechsstellige Summe hinblätterte, war die Skepsis groß. „Ich weiß, wie das Echo war, als ich kam – sehr negativ“, so Muslic: „Hätte ich mein Telefon geöffnet und ein paar Nachrichten durchgelesen, wäre ich nach Hause gegangen.“

Muslic: Schalke muss in der Bundesliga „zwei Gänge hochschalten“

Dass auf den Zweifeln in Rekordzeit ein echter Hype um seine Person wurde, weiß er einzuordnen: „Ein Jahr später sagen sehr viele Schalke-Fans: ‚Miron ist der Beste und soll auf Lebzeit bleiben!‘ Die Wahrheit liegt in der Mitte. Auf alles andere habe ich keinen Einfluss.“

Nicht nur die Fans haben den bosnisch-österreichischen Trainer schnell zu schätzen gelernt, auch für Muslic selbst ist die Arbeit auf Schalke etwas Besonders. Ein Abschied im Sommer sei daher nie ein Thema gewesen. „Nein, nicht eine Sekunde. Ich habe mich vom ersten Tag an mit diesem wundervollen Verein identifiziert. Diese Bindung und Nähe spüre ich immer noch“, betonte Muslic: „Ich bin sehr glücklich, dass ich hier sein darf und einen positiven Einfluss auf den Verein und vielleicht auch viele Menschen rundherum habe.“

Miron Muslic
Foto: IMAGO

Vor seinem Engagement auf Schalke war der ehemalige Profi beim Floridsdorfer AC, dem SV Ried, Cercle Brügge und Plymouth Argyle tätig. In der neuen Saison coacht er erstmals in einer europäischen Top-Liga. Der Herausforderung ist sich der 43-Jährige bewusst: „Wir werden zwei Gänge höher schalten müssen. Vergangene Saison waren wir mit die intensivste Mannschaft Deutschlands. Dafür ist auch jetzt das Gerüst gebaut. Für aggressive Pressing-Mannschaften geht es nicht um Distanzen, sondern um Aktivität.“

Quelle: SchakeTOTALZum Original

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