Die UEFA will in Sachen VAR eine neue Linie fahren – und die Entscheidungen des Schiedsrichters künftig wieder klarer und transparenter machen.
Der Video Assistent Referee, kurz VAR, ist seit seiner Einführung Bestandteil fortwährender Fußballdiskussionen. Nun hat die UEFA als europäischer Dachverband Einsicht gezeigt – und möchte in der Zukunft wieder mehr Transparenz und Klarheit in die Regelungen mit dem VAR bringen.
Im Vorausblick auf die kommende Spielzeit erklärte UEFA-Schiedsrichterchef Roberto Rosetti auch, dass der Videobeweis in den letzten Jahren unter zu vielen kleinlichen Entscheidungen und Missverständnissen gelitten hat: „Eine Zeit lang ging die Entwicklung zu immer mehr Interventionen, aber wir haben es damit letztlich übertrieben. Wir wollen keine mikroskopischen Eingriffe, und es geht auch nicht um eine zweite Chance für den Schiedsrichter. Sondern um klare und offensichtliche Fehlentscheidungen, nichts anderes“, rekapituliert der Italiener. (Zitat via Kicker)
UEFA-Schiedsrichterchef mit neuer VAR-Marschroute
Nun soll genau hier bereits angesetzt werden, um den VAR wieder nützlicher und dessen Einsatz klarer zu machen. Das Ziel für die Saison 2026/27: Weniger Eingriffe durch den Videoschiedsrichter, stattdessen gestärkte Entscheidungen unmittelbar auf dem Platz.
Auch und vor allem das Thema Transparenz soll mit einer Neuheit angegangen werden. Die UEFA hat ein Modul namens „Clear Line“ vorgestellt, welches für jedermann über die Homepage des Verbandes einsehbar ist. „Ein unglaubliches Werkzeug – nicht nur für Schiedsrichter, sondern für alle, die am Fußball teilhaben: Vereinsvertreter, Trainer, Spieler, Journalisten – und natürlich auch für jeden Fan“, erklärt Rosetti.
Mit „Clear Line“ sind sämtliche Entscheidungskategorien ersichtlich und können im Nachgang der Partien nachverfolgt werden. Die Idee von Rosetti und Co. ist mittels dieser Technologie, wieder mehr Transparenz in die Schiedsrichterentscheidungen zu bringen, auch wenn klar ist: „Komplette Einheitlichkeit wird immer eine Utopie bleiben. Aber: Wir sind überzeugt, dass wir mit Clear Line einen sehr, sehr großen Schritt gehen. Wir sind sehr, sehr stolz auf dieses Projekt.“

Insbesondere die viel diskutierten Standbilder sollen weniger berücksichtigt werden. Der UEFA-Schiriboss betont stattdessen, wieder verstärkt auf den fußballerischen Kontext zu achten. „Wir treffen keine Playstation-Entscheidungen“, ist die Ansage von Rosetti, der die Schiedsrichter wieder mehr dazu ermutigt, Standbilder nicht überzugewichten. Entsprechend soll die Rolle der Referees auf dem Platz wieder größer werden: „Wir sind froh über jeden Schiedsrichter, der die Courage besitzt, das zu tun. Wir wollen starke Entscheider mit Persönlichkeit auf dem Platz, das bleibt das A und O.“









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