Die Verantwortlichen des FC Bayern haben die Aufgabe, in diesem Sommer noch Spieler wie Joao Palhinha oder Sacha Boey abzugeben. Die „Ladenhüter“ des Rekordmeisters sind aber schwer zu vermitteln. Die Kombination aus Ablöse und einem teils hohen Gehalt sorgt für eine knifflige Situation.
Einnahmen sollen generiert werden, aber der Markt für die Spieler ist begrenzt. Bei Palhinha sieht es immerhin so aus, als wären mehrere Teams intensiv interessiert, aber offenbar auch nur an einem Leihgeschäft. Bayern möchte die besagten Spieler lieber permanent abgeben.
Das sorgt für ein Dilemma, nicht nur beim FC Bayern selbst. Sportpsychologe Matthias Herzog erklärte nun gegenüber der tz, dass die aktuelle Lage natürlich auch Auswirkungen auf die Spieler selbst hat.
Bayern-Ladenhüter sorgen für Dilemma
„Das kann einen Spieler stärker beschäftigen, als es von außen den Anschein hat. Denn bei einem Profi geht es nicht nur darum, seinen Arbeitsvertrag zu erfüllen“, sagt Herzog. „Ein großer Teil seiner Identität entsteht über Wettbewerb, Leistung, Anerkennung und das Gefühl, für die Mannschaft gebraucht zu werden. Das ist aktuell nicht in Sicht.“

Die Spieler haben zwar in der Vorbereitung bisher gut mitgezogen und sich auf einem guten Niveau präsentiert, die entscheidende Frage ist aber, ob das von Dauer sein wird. Denn gerade hier drohen Probleme, wenn es keine Lösungen im Sommer gibt.
„Das heißt nicht, dass Palhinha, Boey oder Zaragoza plötzlich nicht mehr alles geben werden. Entscheidend ist aber, ob der Spieler noch daran glaubt, seine Situation durch Leistung verbessern zu können“, erklärt Herzog. „Ist die Tür nur angelehnt, kann das motivieren. Ist sie endgültig zugeschlagen, wird es über Wochen immer schwieriger, dieselbe Intensität aufrechtzuerhalten.“
Und genau das ist eigentlich der Fall. Bayern hat die Türen für besagte Spieler zugeschlagen, ihnen unmissverständlich klargemacht, dass sie keine Rolle in den Planungen mehr spielen. Wird bei einem Spieler der geplante Abgang im Sommer also nicht realisiert, dann kann das nachhaltigen Einfluss haben.










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