Footy
„Schlechteste Saison meiner Karriere“: Tillman schließt Bayer-Abschied nicht aus
fussball-news.defussball-news.de·VonFN-Redaktion

„Schlechteste Saison meiner Karriere“: Tillman schließt Bayer-Abschied nicht aus

Malik Tillman steht bei Bayer Leverkusen vor einer richtungsweisenden Saison. Der 24-Jährige war im vergangenen Sommer für 35 Millionen Euro zur Werkself gewechselt, konnte die hohen Erwartungen bislang allerdings nicht erfüllen. Unter dem neuen Trainer Carles Martinez hofft der US-Nationalspieler nun auf einen Neustart. Sollte sich seine sportliche Situation nicht verbessern, bleibt ein Abschied jedoch eine Option.

Im Interview mit der Sport BILD sprach Tillman ungewöhnlich offen über seine erste Saison in Leverkusen und die Enttäuschung über seine Rolle.

„Ich bin ein Mensch, der viel und gerne lacht. Ich versuche, immer Spaß zu haben. Für mich gibt es keinen besseren Neustart als den mit einem neuen Trainer“, erklärte der ehemalige Bayern-Profi.

Mit Martinez beginnt für Tillman damit ein neues Kapitel. Der Spanier soll den Offensivspieler wieder verstärkt in jener Rolle einsetzen, in der dieser seine Stärken am besten ausspielen kann: offensiv im Halbraum und mit Freiheiten auf dem Weg Richtung gegnerisches Tor.

Tillman vermisste das Vertrauen in Leverkusen

Malik Tillman
Foto: IMAGO

Seine erste Spielzeit bei Bayer hat Tillman dagegen bereits weitgehend abgehakt. Dabei war die Zusammenarbeit mit Ex-Trainer Kasper Hjulmand aus seiner Sicht zunächst durchaus positiv angelaufen. Nach seiner Rückkehr aus dem WM-Urlaub änderte sich die Situation allerdings.

Tillman vermisste zunehmend das Vertrauen und musste sich häufiger mit einer Nebenrolle zufriedengeben. Sein Urteil über die Saison fällt entsprechend deutlich aus: „Die vergangene Saison war die schlechteste meiner Karriere.“

Vor allem die fehlende Spielzeit setzte dem US-Nationalspieler zu. Zwar habe er versucht, geduldig zu bleiben, dauerhaft könne er sich mit einer Reservistenrolle jedoch nicht zufriedengeben.

„Damit kann ich nicht zufrieden sein. Ich glaube, dass mich im Moment viele Leute unterschätzen“, sagte Tillman.

Dabei ist ihm bewusst, dass seine hohe Ablöse die Erwartungen zusätzlich gesteigert hat. Leverkusen investierte 35 Millionen Euro in den Offensivspieler und machte ihn damit zum Rekordeinkauf.

„Wenn man 35 Millionen Euro Ablöse kostet, sind die Erwartungen hoch. Werden die nicht erfüllt, ist die Enttäuschung groß“, erklärte Tillman. Gleichzeitig machte der 24-Jährige deutlich, dass er ausreichend Einsatzmöglichkeiten benötigt, um seinen Wert überhaupt unter Beweis stellen zu können.

Premier-League-Klubs beobachten Tillman

Unter Martinez könnten sich die Vorzeichen nun verändern. Tillman soll wieder stärker in einer offensiven Rolle zum Einsatz kommen und damit die Möglichkeit erhalten, sich neu zu beweisen. Nach aktuellem Stand deutet vieles darauf hin, dass seine Spielzeit wieder deutlich zunehmen könnte.

Eine Garantie für einen langfristigen Verbleib in Leverkusen ist das allerdings nicht.

Tillman möchte zunächst beobachten, welche Rolle Martinez tatsächlich für ihn vorsieht. Sollte sich erneut abzeichnen, dass er nicht regelmäßig zum Einsatz kommt, könnte ein Transfer noch vor dem Ende des Sommer-Transferfensters konkret werden.

Interessenten dürfte es geben. Zuletzt wurden mehrere Vereine aus der Premier League mit dem US-Nationalspieler in Verbindung gebracht. Für Bayer könnte ein Verkauf ebenfalls interessant werden, sollte sich herausstellen, dass Tillman auch unter dem neuen Trainer keine zentrale Rolle einnimmt.

Zunächst setzt der 24-Jährige jedoch auf einen Neustart bei der Werkself. Nach der für ihn „schlechtesten Saison“ seiner bisherigen Karriere bietet der Trainerwechsel die Chance auf einen Neuanfang. Sollte dieser ausbleiben, könnte die gemeinsame Zeit von Tillman und Bayer Leverkusen allerdings früher enden als ursprünglich geplant.

Quelle: fussball-news.deZum Original

Kommentare