Borussia Dortmund zieht sich aus dem Poker um Said El Mala zurück. BVB-Boss Lars Ricken findet danach deutliche Worte.
Der BVB-Poker um Said El Mala ist beendet. Borussia Dortmund hat sich aus dem Werben um den 19 Jahre alten Offensivspieler des 1. FC Köln zurückgezogen. Auch ein viertes Angebot des BVB, das inklusive möglicher Bonuszahlungen bei rund 50 Millionen Euro gelegen haben soll, brachte keine Einigung. Die Kölner lehnten ab, Dortmund will nicht weiter nachlegen.
Nach dem 2:2 gegen die AS Rom äußerte sich BVB-Sportchef Lars Ricken noch einmal ausführlicher zur Personalie. Dabei ging es ihm vor allem darum, El Malas Verhalten während der Transfergespräche hervorzuheben. „Das Thema können wir jetzt erst mal abschließen“, erklärte Ricken. Gleichzeitig betonte er, dass der Youngster trotz des Dortmunder Interesses professionell geblieben sei.
Während andere Profis einen Wechsel mitunter erzwingen wollen, habe El Mala genau das nicht getan. „Es gibt und gab auch schon Spieler, die sich irgendwie weggestreikt haben oder ähnliches und er hat einfach weiter richtig Gas gegeben“, sagte Ricken. Sein Fazit fiel entsprechend positiv aus: „Da haben die Kölner einen einwandfreien Spieler.“
BVB-Transfer geplatzt: So reagiert Said El Mala
Auch Kölns Geschäftsführer Thomas Kessler zeichnet das Bild eines Spielers, der mit der gescheiterten Einigung offenbar gut umgehen kann. Zwar sei es völlig normal, dass sich El Mala mit dem Interesse eines Champions-League-Klubs beschäftige. Einen unzufriedenen Spieler erlebe er aber nicht. „Ich sehe keine Traurigkeit bei ihm. Ich bin mit ihm fast täglich im Austausch, wir reden sehr offen drüber.“

Kessler stellte zudem klar, dass El Mala ihm gegenüber keinen Wechselwunsch nach Dortmund formuliert habe. „Ich hatte Said nie bei mir sitzen, dass er gesagt hat: ‚Es ist mein absoluter Traum, beim BVB zu spielen‘.“ Zwischen beiden Klubs scheint trotz der unterschiedlichen Vorstellungen kein nachhaltiger Schaden entstanden zu sein. Kessler rechnet damit, auch künftig mit Dortmund über Transfers zu sprechen.
Der BVB muss derweil entscheiden, wie er die ursprünglich für El Mala eingeplanten Millionen investiert. Mit Offensivspieler Giannis Konstantelias von PAOK Saloniki und Mittelfeldspieler Joey Veerman von der PSV Eindhoven stehen bereits zwei mögliche Verstärkungen im Fokus der Dortmunder.










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