Schlechte Nachrichten für Borussia Dortmund: Der BVB schreibt einen Millionenverlust. Die Klubführung blickt dennoch optimistisch in die Zukunft.
Borussia Dortmund hat das Geschäftsjahr 2025/26 mit einem deutlichen Minus abgeschlossen. Wie der BVB bei der Vorstellung seiner Bilanz bestätigte, steht unter dem Strich ein Konzernjahresfehlbetrag von 21,7 Millionen Euro. Im vorherigen Geschäftsjahr hatten die Schwarzgelben noch einen Gewinn von 6,7 Millionen Euro erzielt. Eine Dividende soll aufgrund des Verlusts nicht ausgeschüttet werden.
Als wesentlicher Grund für die schwächeren Zahlen gilt das Abschneiden auf internationaler Bühne. In der Champions League war für das Team von Trainer Niko Kovac bereits gegen Atalanta Bergamo Schluss. Auch im DFB-Pokal erfüllte der BVB mit dem Achtelfinal-Aus gegen Bayer Leverkusen (0:1) die eigenen Erwartungen nicht. Hinzu kamen geringere Einnahmen aus der Klub-Weltmeisterschaft sowie Abfindungen, unter anderem für Sebastian Kehl und Sven Mislintat.
Der Konzernumsatz sank gegenüber dem Vorjahr um 65,5 Millionen auf 460,5 Millionen Euro. Besonders deutlich machte sich der Rückgang bei der TV-Vermarktung bemerkbar: Dort fielen die Erlöse von 227,2 auf 168,5 Millionen Euro. Die Bruttokonzerngesamtleistung inklusive Transfereinnahmen ging auf 537,2 Millionen Euro zurück.
BVB will unabhängiger von großen Transfererlösen werden
Geschäftsführer Carsten Cramer zeigte sich mit dem Ergebnis entsprechend unzufrieden. „Dieser Zustand schreit nicht nach Wiederholung. Es war ein komplexes Geschäftsjahr mit einigen Herausforderungen“, erklärte der 57-Jährige. Aus den Problemen der vergangenen Saison wolle der Klub nun Konsequenzen ziehen und sich wirtschaftlich widerstandsfähiger aufstellen.

Auch Finanz-Geschäftsführer Thomas Treß räumte ein, dass der Verlust „alles andere als zufriedenstellend“ sei. An der grundsätzlichen finanziellen Stabilität des Vereins bestehe aus seiner Sicht aber kein Zweifel: „Aber: Wir sind kerngesund.“ Dafür verweist der BVB unter anderem auf ein Eigenkapital von rund 300 Millionen Euro und eine Eigenkapitalquote von mehr als 50 Prozent.
Neue Finanzschulden seien nicht aufgenommen worden. Künftig soll Dortmund zudem weniger von großen Transfererlösen abhängig sein. Wachstumspotenzial sieht die Führung insbesondere bei der Digitalisierung und Internationalisierung. Cramer formulierte für die kommenden Monate deshalb selbstbewusst: „Daran lassen wir uns gern in den nächsten zwölf Monaten messen.“










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