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„Vertrauen verloren": Nächster FIFA-Funktionär stellt sich gegen Infantino
fussball-news.defussball-news.de·VonTill Gabriel

„Vertrauen verloren": Nächster FIFA-Funktionär stellt sich gegen Infantino

Gianni Infantino verliert auch innerhalb der FIFA immer mehr das Vertrauen. Nun stellt sich ein weiterer Funktionär gegen den Schweizer.

Sandor Csanyi hat sich in einem Schreiben an den Präsidenten des Weltverbandes gerichtet. Darin kritisierte der Chef des ungarischen Fußballverbandes, der zugleich Vizepräsident der FIFA ist, Infantinos „berufliches Urteilsvermögen, die ethischen Standards und die Führungsqualitäten.“ Der Ungar ist bereits der fünfte von acht Vertretern, der Infantino die Unterstützung entzogen hat.

„Ich habe das Vertrauen verloren, das ich zuvor in Sie gesetzt hatte“, wurde Csanyi deutlich und bezeichnete die plötzliche Entlassung von FIFA-COO Kevin Lamour laut Guardian als „letzten Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.“ Die Überzeugung, dass Infantino in der Lage ist, die „FIFA weiterhin erfolgreich und effektiv im Einklang mit den gemeinsamen Werten zu führen, die einst die Grundlage unserer Zusammenarbeit bildeten, ist erschüttert worden“, fuhr Csanyi fort.

UEFA hofft auf Rücktritt vom FIFA-Boss: Infantino steht weiter unter Druck

Infantino hat in den letzten Wochen in der Fußballwelt viel Kredit verspielt. Mit seinem Plan, die WM und andere FIFA-Turniere über eine Firma zu vermarkten und für Investoren zu öffnen, stieß auf heftige Gegenwehr aus den Konföderationen. UEFA, CONCACAF und AFC drohten sogar mit einem Boykott der nächsten Weltmeisterschaften. Infantino verwarf seine Investorenpläne daraufhin, die Kritik ebbte aber nicht ab. Besonders die Art und Weise der Kommunikation sowie die mangelnde Transparenz sorgten dafür, dass die UEFA dem Präsidenten des Weltverbandes das Vertrauen entzog.

Sandor Csanyi
Foto: IMAGO

„Wir können so nicht weitermachen – mit geheimen Machenschaften, die im Eiltempo von anonymen Personen ausgeheckt werden und deren Nutzen für den Sport fragwürdig ist. Wir müssen die Verantwortlichen ausfindig machen und sie zur Rechenschaft ziehen“, hatte die UEFA bereits Anfang August in einem Statement mitgeteilt: „Die derzeitige Fifa-Führung hat nicht nur das Vertrauen der Uefa, sondern auch das vieler anderer Mitglieder der Fußballfamilie verloren.“

Quelle: fussball-news.deZum Original

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