Im Supercup war der FC Bayern am Samstagabend zu Gast bei Borussia Dortmund. Im Signal Iduna Park wurde das erste Pflichtspiel absolviert und der erste Titel ausgespielt.
Vor dem Spiel wurden noch die letzten offenen Fragen beantwortet. Harry Kane und Michael Olise haben es in die Startelf geschafft, obwohl sie erst kurz vor dem Spiel wieder ins Training eingestiegen sind und nur wenige Einheiten absolvierten.
Lennart Karl, Serge Gnabry und Jamal Musiala standen dem Rekordmeister derweil nicht zur Verfügung. Trotz aller Unwägbarkeiten reichte es am Ende zu einem 2:1-Sieg für den FC Bayern.
Bayern schnell auf Betriebstemperatur
Das Spiel in Dortmund begann durchaus intensiv. Der BVB presste zeitweise hoch, Bayern hatte mehr Ballbesitz. Bei beiden fehlte es offensiv noch an der nötigen Präzision, deswegen gab es in der Anfangsphase auch noch keine nennenswerten Abschlüsse. Nach 13 Minuten hatte erst der BVB eine Möglichkeit, bei der aber die Fahne hochging, im Gegenzug testet Aleksandar Pavlovic erstmals Gregor Kobel. Bayern erarbeitete sich nach einer Viertelstunde erstmals größere Vorteile und wurde griffiger.
Wenn es Abschlüsse gab, dann waren es meist Halbchancen. Man merkte beiden Mannschaften an, dass die Abstimmung noch nicht vollumfänglich passte. Nach 28 Minuten fiel dann nach einem langen Ball die Führung für die Bayern. Michael Olise verwertete die Kugel, legte ab für Nathaniel Brown, der dann in die rechte untere Ecke abschloss – 0:1. Der Doublesieger blieb auf dem Gaspedal, Luis Diaz hatte nach 35 Minuten die nächste gute Chance. Sein Schuss in die lange Ecke wurde von Gregor Kobel pariert.

Der BVB versuchte über Körperlichkeit Zugang zu diesem Spiel zu bekommen. Nach einer Ryerson-Flanke jubelte der BVB kurz, doch Ramy Bensebaini stand bei seinem Kopfball ins Tor im Abseits. Der starke Brown hätte im Gegenzug beinahe das 2:0 erzielte, schoss den Ball freistehend aber am langen Eck vorbei. Auch Olise hätte noch treffen können, traf den Ball aber nicht richtig. Kurz vor der Pause klingelte es dann doch, weil Jobe Bellingham einen katastrophalen Fehlpass spielte, Olise hellwach war, den Ball eng führte und einschob.
Dortmund kommt noch einmal ran
Bayern kam unverändert aus der Kabine, Vincent Kompany hob sich seine Wechsel noch auf. Der BVB wurde nach dem Seitenwechsel stärker, Giannis Konstantelias brachte Schwung, Manuel Neuer musste nach 52 Minuten mal eingreifen und zeigte einen sehr guten Reflex. Es war nun schon eine kleine Drangphase der Dortmunder.
Generell musste sich Bayern in der zweiten Halbzeit mehr mit der Abwehrarbeit beschäftigen. Dortmund hatte einige Eckbälle, die Entlastung der Bayern wurde weniger, der BVB sammelte einige Zweikampfgewinne. Was fehlte waren die großen Chancen. Nach 66 Minuten versuchte sich Kane einmal, der Ball ging aber klar über das Tor. Das Spiel hatte nicht mehr so viele gute Momente wie in der ersten Halbzeit. Ein guter BVB-Angriff sorgte dann nach 74 Minuten für den Anschluss. Konstantelias nahm Svensson mit, dessen Pass in die Mitte Fabio Silva einschosss.
Bayern hätte beinahe geantwortet, Kane schlenzte einen Ball am langen Eck vorbei, da fehlte nicht viel. Jetzt wurde es natürlich noch einmal hektischer. In der Schlussphase wurde dann auch Ismael Saibari eingewechselt und feierte sein Pflichtspieldebüt für die Bayern. 83 Minuten waren gespielt, als Pavlovic es mal aus der Distanz versuchte. Kobel konnte aber parieren. Auch Olise testete den Schweizer kurz danach noch einmal, doch wieder parierte er.
Nach einem Foul an Saibari sah Ramy Bensebaini noch die rote Karte in der 90. Minute. Die Schlussphase wurde hektisch. Maximilian Beier ließ eine große Chance freistehend liegen, auf der Gegenseite scheiterte Saibari an Kobel. Das war auch die letzte Aktion des Spiels, es blieb beim 2:1 für den Rekordmeister, Bayern feierte den ersten Titel nach einer guten ersten und einer durchwachsenen zweiten Halbzeit.










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