Der HSV trauert um seinen bedeutendsten Förderer der vergangenen Jahrzehnte: Klaus-Michael Kühne ist im Alter von 89 Jahren gestorben.
Das bestätigte sein Logistikkonzern Kühne+Nagel am Montag. Der Unternehmer verstarb demnach in der Nacht auf Montag an seinem Wohnort Schindellegi in der Schweiz.
Mit Kühne verliert der HSV eine Persönlichkeit, die den Verein über viele Jahre hinweg maßgeblich begleitet und unterstützt hat. Der gebürtige Hamburger war ein leidenschaftlicher Anhänger der Rothosen und investierte immer wieder Millionenbeträge in den Klub. Ob bei der Finanzierung von Transfers, durch Beteiligungen an der HSV Fußball AG oder als wichtiger Gesprächspartner der Vereinsführung: Kühnes Einfluss auf die Entwicklung des HSV war über Jahre hinweg enorm.
Zuletzt sorgte seine Holding im Jahr 2025 dafür, dass die Namensrechte am Volksparkstadion ein weiteres Mal gesichert wurden. Damit blieb der Name der traditionsreichen HSV-Heimstätte erhalten. Trotz gelegentlicher Meinungsverschiedenheiten mit Verantwortlichen und Gremien verstand sich Kühne stets als Förderer seines Herzensvereins.
HSV-Fan Kühne war weit über den Fußball hinaus engagiert
Auch abseits des Fußballs gehörte Kühne zu den prägendsten Unternehmern Deutschlands. Das Logistikunternehmen Kühne+Nagel war 1890 von seinem Großvater mitgegründet worden. Kühne stieg früh in das Familienunternehmen ein, wurde bereits mit 29 Jahren Vorstandschef und formte daraus einen weltweit führenden Konzern. Über seine Holding hielt er zuletzt unter anderem bedeutende Anteile an Kühne+Nagel, Hapag-Lloyd und Lufthansa.
Neben seinem wirtschaftlichen Engagement förderte Kühne zahlreiche Projekte in Wissenschaft, Medizin und Kultur. Zu seinen Herzensangelegenheiten zählte zuletzt der Bau eines neuen Opernhauses in Hamburg.
Da Kühne und seine Ehefrau Christine keine Kinder haben, wurde die Nachfolge früh geregelt. Ein Großteil seines Vermögens befindet sich bereits in der gemeinnützigen Kühne-Stiftung.









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