Wochenlang hat der HSV auf genau diesen Tag hingearbeitet: Am Montagabend sind die Hanseaten in der 1. Runde des DFB-Pokals beim SC Verl zu Gast.
Das letzte Pflichtspiel, ein 1:1 bei Bayer Leverkusen am 34. Spieltag der Vorsaison, liegt mittlerweile über drei Monate zurück. Seitdem hat sich viel getan. Der HSV verpflichtete in diesem Sommer bereits sechs Neuzugänge, weitere sollen folgen. Im Gegenzug verließen Stammkräfte wie Luka Vuskovic oder Ransford Königsdörffer den Klub.
Allen Veränderungen zum Trotz kristallisierte sich in den letzten Wochen eine mögliche Stammelf heraus. Wenig überraschend ist im Tor auch weiterhin Daniel Heuer Fernandes gesetzt. Im Pokal vertraut Merlin Polzin aber auf den ebenfalls hochveranlagten Backup Sander Tangvik. Heuer Fernandes muss fünf Tage vor dem Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Dortmund (29. August) erst einmal auf der Bank Platz nehmen.
Deutlich klarer gestaltet sich die Situation auf der rechten Schiene. Solange die gesuchte Verstärkung nicht gefunden wurde, ist Bakery Jatta konkurrenzlos. In der Innenverteidigung führt derweil kein Weg an Nicolas Capaldo (rechts) und Jordan Torunarigha (links) vorbei. Den Vuskovic-Platz im Abwehr-Zentrum übernimmt Neuzugang Sebastiaan Bornauw. Neue Impulse gibt es auch auf der linken Seite: Dort will Senkrechtstarter Louis Lemke in Abwesenheit des verletzten Miro Muheim den starken Eindruck aus der Vorbereitung bestätigen.

Spannendes HSV-Duell um die Sturmspitze
Vor der Abwehr sind die Rollen klar verteilt. An Neu-Kapitän Nicolai Remberg und seinem Stellvertreter Sambi Lokonga führt wie schon in der Vorsaison kein Weg vorbei. Die Neuankömmlinge Kofi Amoako und Bilal Nadir müssen sich zunächst als Herausforderer beweisen. Vor Remberg und Lokonga ist Albert Grønbaek gesetzt. Der Däne spielte eine herausragende Vorbereitung und ist in Abwesenheit von Fabio Vieira der klare Denker und Lenker des HSV-Spiels. Um den Platz an seiner Seite konkurrieren die Franzosen Martin Adeline und Rayan Philippe.
Offen ist zudem, wer im Sturmzentrum die Nase vorne haben wird. Da Terem Moffi gegen Verl noch keine Option ist, läuft alles auf ein Duell zwischen Yussuf Poulsen und Patson Daka hinaus. In den Testspielen hatte Poulsen zumeist die Nase vorn, Daka könnte als Joker für frischen Wind sorgen. Das Gleiche gilt für Otto Stange, der sowohl für die Neun als auch für die Position hinter den Spitzen eine vielversprechende Option ist.
Die voraussichtliche HSV-Startelf im Überblick: Tangvik – Jatta, Capaldo, Bornauw, Torunarigha, Lemke– Remberg, Lokonga, Grønbaek, Adeline – Poulsen









Kommentare