Die neue Saison in der Bundesliga startet am Freitag mit dem Spiel des FC Bayern gegen den VfB Stuttgart. Der Rekordmeister geht natürlich als Favorit in das Duell mit den Schwaben und auch in den Kampf um die Meisterschaft.
Zu klar hatte der FCB die Konkurrenz in der letzten Saison distanziert und zu gut präsentierte sich Bayern schon in der Vorbereitung. Und das, obwohl die wichtigsten Spieler erst später ins Training einstiegen.
Das Hauptziel der Konkurrenz in der Bundesliga ist es, den Bayern das Leben so schwer wie möglich zu machen. Und den Abstand zu verkleinern. Doch wie gut sind die Gegner der Bayern gerüstet und wer kann theoretisch bei einem perfekten Verlauf der Saison in den Titelkampf eingreifen?
Kontinuität und Revolution light: Stuttgart und der BVB im Check
Dortmund und Stuttgart sind die beiden Bayern-Verfolger, die mit dem exakt gleichen Trainer aus der Vorsaison in die neue Spielzeit gehen. Die Schwaben setzen auf Sebastian Hoeneß und die Kontinuität im Kader. Spieler wie Angelo Stiller, Jeff Chabot, Bilal El Khannouss und Deniz Undav sind geblieben, punktuell gab es Verstärkungen. Dzenan Pejcinovic, der aus Wolfsburg kam, ist hier vor allem ein Hoffnungsträger.
Der Pokalfinalist aus der Vorsaison will versuchen, kompakter aufzutreten und gleichzeitig effizienter zu werden. Die Mannschaft durchläuft momentan ohnehin einen Reifeprozess, der noch nicht abgeschlossen ist. Der VfB will in allen Spielbereichen noch besser werden, sich entwickeln. Und genau deswegen ist es positiv, dass es nicht viele Veränderungen im Kader gab. Stuttgart kann auf ein solides Fundament aufbauen. Das macht die Schwaben gefährlich.

Gefährlich ist der „neue BVB“ durchaus auch. Konstantinos Karetsas, Giannis Konstantelias, Joane Gadou, Kaua Prates: Viele der Neuzugänge sind jung, bringen neuen Schwung, wollen direkt Druck machen. Der Konkurrenzkampf in Dortmund ist ein anderer und das wird sich positiv auswirken, keine Frage. Gegen Bayern im Supercup zeigte der BVB in Halbzeit zwei auch schon, wo die Reise hingehen kann. Dort spielten die Schwarzgelben mutig, waren griffig, agil und konnten sich auch in engen Räumen behaupten.
Der Knackpunkt, um Bayernjäger zu werden, ist die Konstanz. Die neuen Spieler helfen dem BVB, mehrere neue Facetten zum eigenen Spiel hinzuzufügen. Es geht darum, die Spiele, die man qua Selbstverständnis gewinnen muss, auch alle zu gewinnen. Der Variantenreichtum hilft, die vielleicht fehlende Konstanz der jungen Spieler eher nicht. Das ist eine Gratwanderung, die man in Dortmund mit der nötigen Sorgfalt begleiten muss. Der BVB hat Qualität, muss diese aber auf den Platz bringen und das Woche für Woche. Nur dann ist mehr möglich.
Neue Trainer, viele Veränderungen: Leipzig und Leverkusen lauern
Der BVB und die Stuttgart sind also die logischen Verfolger Nummer eins des FC Bayern. Dahinter lauern aber RB Leipzig und Bayer Leverkusen. Leipzig hatte schon eine Stippvisite in München, als man im Telekom Cup in der Vorbereitung mit 1:3 verlor. Verloren hat man auch Yan Diomande, den absoluten Unterschiedsspieler. Und momentan sieht es bei Leipzig gar nicht so aus als würde man noch die ganz großen Investitionen tätigen können. Das sorgt beim Team von Neu-Trainer Martin Demichelis für Fragezeichen.
Ja, Christopher Nkunku wurde zurückgeholt und auch Rocco Reitz und Maxime Esteve sind kluge Ergänzungen, aber ob das reicht, um überhaupt deutlich besser als letzte Saison zu sein, darf angezweifelt werden. RB hat keinen schlechten Kader, schon gar nicht dann, wenn junge Spieler einen Schritt nach vorne machen, aber es fehlt das gewisse Etwas, das ein Diomande brachte. Ob Leipzig ganz oben angreifen kann wird maßgeblich von den letzten Entscheidungen auf dem Transfermarkt abhängig sein.

Bei Bayer Leverkusen sieht das ähnlich aus. Auch hier ist der Trainer neu, ein Schlüsselspieler mit Alejandro Grimaldo nicht mehr da. Ibrahim Maza und co. können zwar den nächsten Schritt machen, aber das alleine wird nicht reichen. Der neue Spielstil der Werkself muss sitzen und die neuen Spieler müssen einschlagen. Moussa Diaby kommt zurück, Kennet Eichhorn, das Toptalent, wird erst einmal lange fehlen. Und aktuell suchen die Verantwortlichen von Bayer noch nach neuen Spielern.
Afonso Moreira, Miguel Gutierrez und Facundo Medina bilden aber eine sehr gute und solide Basis. Das sind Transfers, die auf den ersten Blick sogar qualitativ besser passen als die von RB Leipzig. Es wäre also nicht überraschend, wenn es bei Leverkusen zumindest zunächst etwas besser laufen würde. Die Eindrücke aus der Vorbereitung waren auch nicht schlecht. Aber: Bevor sich Leverkusen mit den Bayern beschäftigt, sollte man erst einmal die Top-4 anvisieren.












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