Sechs Jahre trug er den schwarzgelben Dress. Steffen Freund (56) gewann mit Borussia Dortmund die Champions League, den Weltpokal und holte zwei Deutsche Meisterschaften. „Zuhause kann der BVB jedem Verein zeigen, wo der Hammer hängt“, ist der Europameister von 1996 überzeugt.
Von den Neuzugängen der Borussia in dieser Saison ist Freund nicht zu 100 Prozent überzeugt, wie er bei Absolut Fussball schreibt. Er sei „etwas erstaunt“, wie Konstantinos Karetsas (18), Giannis Konstantelias (23) und Joey Veerman (27) bereits jetzt gefeiert würden. Sein Urteil fällt ziemlich eindeutig aus: „Da ist keiner dabei, der schon internationale Klasse hat.“
Der 21-malige Nationalspieler kritisiert zudem die Ablösesummen für die BVB-Neulinge: „Und dafür wurden jeweils zweistellige Millionensummen gezahlt. Ich erinnere mich an Zeiten, als Sebastian Kehl auch mutig und teuer eingekauft hat und die Einkäufe früh gefeiert wurden – und am Ende der Saison musste man sich aber eingestehen, dass doch nicht alle so gepasst haben wie angenommen.“
Immerhin gesteht Freund den Spielern „viel Entwicklungspotenzial“ zu. Seiner Meinung nach werden Karetsas und Konstantelias „schnell Bundesliganiveau erreichen“. Doch er sei keinesfalls überzeugt, dass das Griechen-Duo eines Tages „zur Bundesligaspitze gehören“ werde. Das ließe sich jetzt „noch nicht beantworten“.
Dem Niederländer Veerman traut er dagegen mehr zu. „Der ist 27 Jahre und kommt von PSV Eindhoven, da ist schon mehr Erfahrung auf höchstem Niveau da, um direkt durchzustarten.“ Freunds Fazit fällt für BVB-Sportdirektor Ole Book (40) aber insgesamt wenig schmeichelhaft aus: „Von den Namen her ist es nur Durchschnitt.“
Bedauern über gescheiterten El-Mala-Transfer
Der Ex-Nationalspieler, der auch in der Premier League bei Tottenham Hotspur aktiv war, hätte gerne Said El Mala (20) in den Reihen der Borussia gesehen. Doch das Offensiv-Juwel bleibt vorerst beim 1. FC Köln. „Wenn El Mala gekommen wäre, hätte der BVB einen absoluten Top-Transfer getätigt. Er hat sich in der Bundesliga schon durchgesetzt und sein nächster Schritt wäre europäische Klasse.“ Bekanntlich verlängerte der Linksaußen aber in der Domstadt bis 2031.

Eine entscheidende Rolle in der kommenden Saison traut Freund Felix Nmecha zu. Der 25-Jährige sei der „Schlüsselspieler“ im Team von Niko Kovac (54). „Der könnte so durchstarten, dass der BVB ihn nächste Saison nicht mehr halten kann“, schließt er einen Abgang im nächsten Jahr nicht aus. „Er wird torgefährlich und beherrscht mit seiner physischen Präsenz das Mittelfeld.“
Wie in der vergangenen Saison erwartet Freund Borussia Dortmund auf Rang zwei. Bayern München könne der BVB aber „nicht gefährlich werden“.










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