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Top-Transfers Bundesliga: Neue Bayern-Stars und vielversprechende Top-Talente
fussball-news.defussball-news.de·VonCedric Greh

Top-Transfers Bundesliga: Neue Bayern-Stars und vielversprechende Top-Talente

Geht es um Transfers im Fußball-Geschäft, muss neben der sportlichen Komponente auch der wirtschaftliche Faktor miteingerechnet werden. Hier unterscheiden sich die Herangehensweisen der internationalen Top-Ligen oft gewaltig. Während sich beispielsweise in England die Premier-League-Clubs selten um große finanzielle Minusbeträge scheren, ist diese Bilanz in der deutschen Bundesliga deutlich ausgeglichener.

Ein Beweis dafür ist die vorzeitige ,,Abrechnung“ des laufenden Transferfensters. Während nicht nur die Premier League (Saldo: -1,41 Milliarden Euro), sondern auch die Serie A (-427 Millionen) und LaLiga (-283 Millionen) ein gewaltiges Transferminus verzeichnen, erwirtschaften die Bundesliga-Clubs trotz Ausgaben von 659,9 Millionen Euro ein positives Saldo in Höhe von 72,75 Millionen.

Eine beachtenswerte Bilanz, zumal am eingekauften Talentlevel dennoch nicht gespart wurde. Zahlreiche interessante Spieler bereichern die Bundesliga ab der kommenden Saison. Wir stellen die spannendsten Akteure vor.

Honorable Mentions: Giannis Konstantelias, Christopher Nkunku, Maxime Esteve, Miguel Gutierrez, Joey Veerman

Ismael Saibari (FC Bayern München)

Ein echter Top-Transfer, den die Bayern bereits während der WM eintüteten. Dort präsentierte sich Saibari bärenstark und zeigte seine Qualitäten, die ihn auch schon bei der PSV Eindhoven ausgemacht hatten. Ein bulliger Offensivmann, der sowohl im Sturmzentrum, als auch dahinter auf der Zehnerposition auflaufen kann.

Ismael Saibari
Foto: Getty Images

Saibari ist ein cleverer Spieler, der durch intelligente Laufwege in die Tiefe und eine feine Technik seinem Team weiterhilft. Die Dienste des Marokkaners waren den Bayern eine Sockelablöse von 50 Millionen Euro wert. Seine Verpflichtung gibt dem Rekordmeister eine neue Facette, die vor allem für die Titeljagd in der Champions League zum Tragen kommen soll.

Konstantinos Karetsas (Borussia Dortmund)

In der ersten Transferperiode unter Neu-Sportdirektor Ole Book geht der BVB ,,back to the roots“. Genauer gesagt liegt der Fokus der Schwarz-Gelben wieder auf der Verpflichtung vielversprechender Talente aus dem Ausland. Genau so ein Spieler ist Konstantinos Karetsas. Der Grieche war der absolute Wunschspieler von Book und unterzeichnete nach langen, zähen Verhandlungen mit dem KRC Genk einen langfristigen Vertrag in Dortmund.

Konstantinos Karetsas
Foto: Getty Images

Dort soll der erst 18-Jährige im offensiven Mittelfeld für glanzvolle Momente sorgen. Die ersten Testspieleindrücke waren positiv, nichtsdestotrotz muss man dem 30-Millionen-Euro-Juwel auch Zeit zur Eingewöhnung in der Bundesliga zugestehen. Entwickelt sich Karetsas aber wie prognostiziert, könnte dem BVB mittelfristig ein satter Transfergewinn winken.

Nathan De Cat (TSG Hoffenheim)

Noch jünger als Karetsas ist Nathan De Cat. Erst vor knapp mehr als einem Monat volljährig geworden, ist der Belgier bereits unheimlich reif für sein Alter. Das betrifft sowohl seine Physis, als auch sein Spielverständnis. De Cat ist 1,92m groß, robust gebaut und zieht im zentralen Mittelfeld bereits die Fäden wie ein Routinier. Spielwitz trifft beim 18-Jährigen auf Seriosität.

Diese Komponenten erklären, warum zahlreiche internationale Topclubs hinter De Cat her waren. Am Ende entschied sich der beim RSC Anderlecht ausgebildete Teenager für einen Wechsel zur TSG Hoffenheim. Im Kraichgau sieht De Cat die idealen Voraussetzungen, um den nächsten Schritt seiner noch jungen Karriere zu machen. Die TSG bezahlt gerade einmal 18,5 Millionen Euro an Sockelablöse (tatsächlicher Marktwert: 27 Millionen Euro). Auch deswegen kann man dem Team von Christian Ilzer nur gratulieren, zumindest zu diesem Zeitpunkt.

Afonso Moreira (Bayer Leverkusen)

Neuer Trainer, neue Märkte. Neu-Bayer-Trainer Carles Martinez coachte vor seinem Engagement in Leverkusen den FC Toulouse in der Ligue 1 und hatte dabei das Vergnügen Afonso Moreira von Olympique Lyon aus bester Perspektive miterleben zu können. Der junge Portugiese hinterließ einen so positiven Eindruck beim Spanier, das dieser ihn kurzerhand zum Wunschspieler deklarierte.

Die Bayer-Bosse um Simon Rolfes haben diesen Wunsch wahr werden lassen, und das nicht ohne Grund. Moreira ist ein enorm schneller, trickreicher Angreifer, der die Flügelpositionen von Bayer noch unausrechenbarer macht. Dazu ist der portugiesische U-Nationalspieler gerade einmal 21 Jahre jung, massig Entwicklungspotential dürfte also weiterhin vorhanden sein. Leverkusen zahlt bis zu 30 Millionen Euro für den Tempodribbler, in Lyon sammelte Moreira 19 Scorerpunkte in 37 Spielen.

Nathaniel Brown (Bayern München)

Der zweite Top-Transfer der Bayern kennt die Bundesliga bereits bestens. ,,Nene“ Brown war in einer chaotischen Saison bei Eintracht Frankfurt einer der wenigen konstanten Lichtblicke und nahm in seiner Entwicklung den Sprung vom Top-Talent zu einem echten Top-Performer. Das macht ihn reif für die Bayern, die satte 50 Millionen Euro nach Frankfurt für die Dienste des Nationalspielers überweisen.

Nathaniel Brown
Foto: Getty Images

Brown ist im Alter von 23 Jahren die Zukunft auf der Linksverteidigerposition beim Rekordmeister. Dort war er in den letzten Jahren zuhause, die jüngsten Eindrücke bewiesen allerdings auch die Vielseitigkeit im Spiel von Brown. Trainer Vincent Kompany setzte den Ex-Frankfurter im Super Cup gegen Dortmund auf der Spielmacherposition ein, wo der Linksfuß prompt ein Tor zum 2:1-Sieg der Münchner beisteuerte.

Dzenan Pejcinovic (VfB Stuttgart)

Was lange währt, wird endlich gut. Zumindest im Fall Dzenan Pejcinovic, um den sich der VfB Stuttgart wochenlang bemühte. Letztendlich ging der Transfer für eine Ablöse von 25 Millionen Euro über die Bühne und der Stern des Stürmers direkt im ersten Spiel auf. Bei seinem Pflichtspieldebüt im DFB-Pokal erzielte Pejcinovic einen Dreierpack. Ein Vorgeschmack für VfB-Fans, Pejcinovic könnte im Schwabenländle zu einem echten Topstar reifen.

Dzenan Pejcinovic
Foto: IMAGO

Zuvor lief Pejcinovic für den VfL Wolfsburg auf. Dort konnte er zwar den Bundesliga-Abstieg nicht verhindern, erzielte aber in wettbewerbsübergreifend 39 Pflichtspielen zwölf Tore. Noch beeindruckender ist seine Quote für die deutschen U-Nationalmannschaften. Dort knipste er bisher in 49 Partien 41-mal, Bundestrainer Jürgen Klopp soll den Neu-Stuttgarter intensiv beobachten. Zunächst wird sich Pejcinovic allerdings auf die Vereinsaufgaben konzentrieren, dort steht für ihn statt 2. Bundesliga unter anderem die Champions League auf dem Programm.

Kennet Eichhorn (Bayer Leverkusen)

Noch jünger als Karetsas und De Cat ist Kennet Eichhorn. Das ehemalige Hertha-Juwel ist Ende Juli gerade einmal 17 Jahre alt geworden, hat aber bereits mehrere prestigeträchtige Rekorde geknackt. Eichhorn ist nicht nur der jüngste Torschütze in der Geschichte des DFB-Pokals, auch in der 2. Bundesliga war bei seinem Tordebüt nie jemand jünger als der gebürtige Berliner.

Weniger um diese Torjäger-Bestmarken, als um seine außergewöhnlichen Fähigkeiten im zentralen Mittelfeld wird sich Bayer Leverkusen geschert haben. Dank einer Ausstiegsklausel kostet Eichhorn Leverkusen vergleichsweise lächerliche neun Millionen Euro. Eichhorn entschied sich trotz lukrativer Angebote anderer Top-Vereine für einen Wechsel zur Werkself. Dort soll sich das momentan wahrscheinlich größte und vielversprechendste Talent des deutschen Fußballs in der Bundesliga etablieren. Für den Moment fällt Eichhorn allerdings aufgrund einer Stoffwechselstörung längere Zeit aus.

 

Quelle: fussball-news.deZum Original

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