Nicolai Remberg wurde vor Saisonbeginn zum neuen HSV-Kapitän ernannt. Sein Weg dorthin war ein steiniger.
Der aus Rheine nahe Münster stammende zentrale Mittelfeldspieler durchlief nämlich anders als viele Bundesliga-Akteure kein Nachwuchsleistungszentrum. „Ich war sehr happy, mit meinen Jungs spielen zu können. Dazu bin ich ein Mensch, der viel Struktur und viele Gewohnheiten braucht. Ich war mir einfach nicht sicher als Typ und ein bisschen zu ängstlich, das zu machen“, erklärte Remberg im von Riccardo Basile moderierten Sky-Format „Meine Geschichte“.
Letztlich erfolgte der Schritt in den leistungsorientierten Fußball erst mit der Volljährigkeit. Remberg schloss sich Preußen Münster an. Über die U19 sowie die Zweitvertretung entwickelte er sich zum Stammspieler in der Profimannschaft, die damals noch in der Regionalliga aktiv war. Die Schritte waren keineswegs selbstverständlich, ging das Kraftpaket doch ein hohes Risiko ein, indem es alles auf die Karte Fußball setzte.

Remberg: HSV-Kapitän ist „das Größte in meinem Leben“
„Es war die einmalige Chance. Ich habe zwar Oberliga gespielt, aber bei den Profis trainiert. Natürlich auch zweimal am Tag. Wie willst du das dann mit der Schule machen? Dann habe ich das Fachabitur abgebrochen, weil ich gesagt habe, ich gehe All-in“ so Remberg. Mit einigem zeitlichen Abstand würde er jungen Spielern allerdings nicht zu diesem Entschluss raten, sondern verwies stattdessen auf den Ansatz seines Teamkollegen Daniel Elfadli, der ein abgeschlossenes BWL-Studium vorzuweisen hat und sich dennoch im Profibereich etablierte.
Für Remberg selbst ging es in den letzten Jahren dennoch nur noch bergauf. Über Münster und Kiel, wo er den Bundesliga-Aufstieg schaffte und erste Erfahrungen in der höchsten deutschen Spieklasse sammelte, landete er beim HSV. Der 26-Jährige avancierte schnell zum Leistungsträger und ist aus dem Mittelfeldzentrum nicht mehr wegzudenken. Trainer Merlin Polzin zeigte sich dermaßen angetan, dass er Remberg sogar zum neuen Kapitän bestimmte.
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Die Aufgabe bezeichnete er als „das Größte in meinem Leben“ und führte aus: „Jeden Tag auf Neue, wenn ich wach werde, ist das der erste Gedanke. Es ist wirklich etwas Besonderes.“ Auf und neben dem Platz wird Remberg daher auch zukünftig weiter mit vollem Einsatz vorangehen, um maßgeblich dazu beizutragen, dass der HSV eine möglichst sorgenfreie Saison absolviert.









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