Die Einkaufsliste ist weitgehend abgearbeitet, die Millionen-Transfers von Fábio Vieira und Zakaria El Ouahdi sorgen bei allen HSV-Fans für Begeisterung.
Doch obwohl die Hamburger auf dem Transfermarkt kräftig ihre Muskeln spielen ließen, wartet auf der anderen Seite des Kaders noch jede Menge Arbeit. Kurz vor dem Ende dem Deadline Day stehen gleich mehrere Profis vor einer ungewissen Zukunft. Im Fall von zwei Personalien droht die Situation sogar zum Problem zu werden.
Immanuel Pherai und Emir Sahiti besitzen beim HSV zwar noch Verträge bis 2027, sportlich spielen beide allerdings keine Rolle mehr. Für die Mittelfeldspieler liegen dem Hamburger Abendblatt zufolge konkrete Angebote aus der Zweiten Liga und dem Ausland vor. Die Rothosen würden diese demnach gerne annehmen. Das Problem: Die Spieler selbst haben den interessierten Klubs bislang keine Zusage gegeben, was die Vereinsführung zunehmend Nerven kostet.
Sowohl Sahiti als auch Pherai scheinen aber auf eine bessere Möglichkeit zu hoffen. Ein riskantes Spiel, schließlich tickt die Uhr. Sahiti war in der Rückrunde an Maccabi Tel Aviv ausgeliehen, Pherai verbrachte die zweite Saisonhälfte bei der SV 07 Elversberg. Nach ihrer Rückkehr absolvierten beide die Sommer-Vorbereitung im Volkspark. Beim Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Dortmund (0:2) reichte es erwartungsgemäß jedoch nicht für den Kader.

HSV will seinen Kader weiter verkleinern
Für den HSV wäre ein Verkauf daher aus mehreren Gründen wichtig. Neben möglichen Ablösen könnten die Hanseaten weitere Gehälter einsparen und ihren Kader verkleinern. Vor allem nach den jüngsten Millionen-Investitionen ist dieses Ziel von großer finanzieller Bedeutung. Doch auch aus Sicht von Pherai und Sahiti birgt das Pokerspiel Risiken.
Ein warnendes Beispiel liefert William Mikelbrencis. Der Franzose ließ seinen HSV-Vertrag im Sommer auslaufen, obwohl der Klub gerne verlängert hätte. Zwischenzeitlich wurden unter anderem der FC Valencia und PAOK Saloniki als mögliche Ziele gehandelt, doch beide Wechsel platzten. Nun schließt sich der Rechtsverteidiger „nur“ dem Zweitligisten SV Darmstadt 98 an. Sahiti und Pherai müssen deshalb aufpassen, sich nicht zu verzocken. Aber auch für den HSV wäre es die schlechteste Variante, wenn beide über den Deadline Day hinaus bleiben würden.









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