Spielerberater Diomansy Kamara hat nach den gescheiterten Wechseln von Ismaila Sarr und Lamine Camara schwere Vorwürfe erhoben. Aus seiner Sicht wurden die Wünsche der beiden afrikanischen Nationalspieler bei den Verhandlungen nicht ausreichend berücksichtigt.
Auf Instagram erklärte Kamara, die Fälle müssten die Branche zum Nachdenken bringen. „Wir müssen aus dieser Denkweise herauskommen, in der der afrikanische Spieler manchmal den Eindruck erweckt, er sei nur eine Ware“, schrieb der Berater. Zu seinen Klienten gehört neben Camara auch der frühere Bayern-Angreifer Nicolas Jackson.
Kamara fordert mehr Respekt für afrikanische Spieler
Sarr stand am letzten Tag der Transferperiode bei mehreren Vereinen auf der Liste. Vor allem der FC Liverpool und Galatasaray beschäftigten sich mit dem Flügelspieler. Crystal Palace entschied sich jedoch gegen einen Verkauf.
Noch weiter fortgeschritten waren die Gespräche zwischen der AS Monaco und dem FC Chelsea über Camara. Zwischen den Klubs bestand bereits eine schriftliche Einigung über 55 Millionen Euro. Monaco zog seine Zustimmung kurzfristig zurück, nachdem der Verkauf von Folarin Balogun an Everton wieder möglich erschien. Auch dieser Transfer platzte anschließend.

Kamara kritisierte, dass bei solchen Entscheidungen häufig nur Ablösesummen und Vereinsinteressen im Mittelpunkt stünden. Afrikanische Spieler verdienten „Respekt vor ihrer Arbeit, ihrer Karriere, ihren Ambitionen und ihrer Stimme“. Ein Transfer dürfe nicht ausschließlich eine Angelegenheit zwischen zwei Klubs sein. „Hinter jedem Vertrag steht ein Mensch, eine Karriere, Träume und Lebensentscheidungen“, betonte der Berater.
Besonders schwer wiegt der geplatzte Camara-Deal für Chelsea. Die Londoner hatten den 22-Jährigen als Nachfolger von Enzo Fernandez eingeplant. Der Argentinier wechselte am selben Tag für umgerechnet mehr als 140 Millionen Euro zu Manchester City. Weil Monaco erst kurz vor Transferschluss absagte, konnte Chelsea keinen Ersatz mehr verpflichten. Camara und Sarr müssen ihre sportliche Zukunft vorerst bei ihren bisherigen Vereinen fortsetzen.









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