Das Transferfenster in der Bundesliga ist seit Dienstagabend geschlossen. Damit steht der Kader des FC Bayern für die kommenden Monate. Mit Nathaniel Brown, Ismael Saibari und Bara Sapoko Ndiaye verpflichteten die Münchner drei neue Spieler. Sportdirektor Christoph Freund hat nun ein positives Fazit der Transferperiode gezogen.
Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren erledigte der deutsche Rekordmeister seine wichtigsten Einkäufe frühzeitig. Brown und Saibari konnten dadurch bereits weite Teile der Vorbereitung mit ihrer neuen Mannschaft absolvieren. Auch Ndiaye wurde fest verpflichtet.
Gleichzeitig trennten sich die Bayern von mehreren Spielern und verkleinerten ihren Kader bewusst. Für Freund war genau diese Mischung ein wichtiger Bestandteil der Planungen.
„Ich würde keine Bewertung abgeben, aber wir sind zufrieden mit der Struktur unseres Kaders. Wir haben unsere Neuzugänge sehr früh verpflichtet, was unser Ziel war“, erklärte der 49-Jährige gegenüber Sky.
Bayern wollte bewusst keinen zu großen Kader
Die Münchner verfolgten in diesem Sommer offenbar nicht das Ziel, möglichst viele neue Spieler zu verpflichten. Vielmehr sollte Vincent Kompany einen kompakten Kader erhalten, der gleichzeitig genügend Raum für Nachwuchsspieler bietet.
„Wir sind zufrieden mit dem Kader, wir wollten ihn nicht zu groß machen“, betonte Freund.
Gerade die Entwicklung der eigenen Talente spielt bei diesem Ansatz eine wichtige Rolle. Spieler wie Lennart Karl sollen nicht durch zahlreiche etablierte Neuzugänge blockiert werden, sondern regelmäßig die Möglichkeit erhalten, sich bei den Profis zu zeigen.
Auch Kompany setzt verstärkt auf diesen Weg. Junge Spieler sollen im Training und bei entsprechenden Leistungen auch in Pflichtspielen ihre Chancen erhalten. Für Bayern ist die Nachwuchsarbeit damit ein fester Bestandteil der Kaderplanung und nicht nur eine Lösung für personelle Engpässe.
Freund sieht den Rekordmeister für die kommenden Herausforderungen jedenfalls gerüstet. „Wir sind gut aufgestellt und ich denke, wir können positiv in die kommenden Monate gehen“, erklärte der Sportdirektor.
Kompany widerspricht Bericht über Transfer-Wunsch

Für Diskussionen hatte zuletzt ein Bericht gesorgt, wonach Kompany neben Brown und Saibari gerne noch einen dritten namhaften Neuzugang verpflichtet hätte. Der Bayern-Trainer widersprach dieser Darstellung am Freitag deutlich.
„Das kommt aus den Wolken. Ich bin nicht einmal mit diesem Gedanken aufgestanden“, erklärte Kompany.
Auch Freund dementierte, dass ein solcher Wunsch innerhalb der sportlichen Führung besprochen worden sei: „Wir reden jeden Tag und darüber haben wir nie gesprochen.“
Damit stellen sich die Bayern-Verantwortlichen demonstrativ hinter die gemeinsame Transferstrategie. Statt kurz vor Ablauf der Wechselfrist noch einmal auf einen großen Namen zu setzen, vertraut der Rekordmeister auf den vorhandenen Kader.
Die kommenden Monate werden zeigen, ob diese Strategie aufgeht. Gerade mit Blick auf die hohe Belastung durch Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League muss sich zeigen, ob der bewusst kompakt gehaltene Kader genügend Tiefe besitzt.
Bei Freund und Kompany gibt es daran aktuell offenbar keine Zweifel. Die wichtigsten Transfers wurden frühzeitig abgewickelt, der Kader verschlankt und gleichzeitig Platz für die eigenen Talente geschaffen. Nun liegt es an der Mannschaft, den Bayern-Bossen auf dem Platz recht zu geben.










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