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Frankfurt unter Druck: Augsburg-Sieg oder Unruhe?
fussball-news.defussball-news.de·VonManuel Behlert

Frankfurt unter Druck: Augsburg-Sieg oder Unruhe?

Der Start in die neue Saison von Eintracht Frankfurt verlief durchaus hektisch. Ein 3:3 gegen Union Berlin an der Alten Försterei nach 3:1-Führung war nun nicht das, was man sich in Frankfurt erhofft hatte. 

Rein sportlich gab es Dinge, die positiv anzusehen waren. Aber nicht alles funktioniert gut. Die Abwehr war löchrig, daran änderte auch die gute Leistung von Neu-Torhüter Noah Atubolu nicht viel.

Hinzu kam Theater rund um den Klub. Viele Spieler wurden abgegeben, nicht alle ersetzt. Dass am Ende noch Jean-Matteo Bahoya und Hugo Larsson am Deadline Day ersatzlos abgegeben wurden, wunderte viele. Vor allem, da sie auf Leihbasis wechselten.

Frankfurt braucht Ruhe

Für die Eintracht geht es jetzt darum, eine gewisse Ruhe zu entwickeln. Und das auf mehreren Ebenen. Es braucht Ruhe im Spiel, denn gegen Union ließ man sich durch aggressives Anlaufen viel zu oft aus selbiger bringen. Gerade in der Schlussphase wurde aus dem Aufbauspiel ein Gebolze und das spielte den Köpenickern in die Karten.

Eintracht Frankfurt
Foto: IMAGO

Da halfen auch gute Angriffsstrukturen, die zeitweise gezeigt wurden, sowie ein Dreierpack von Younes Ebnoutalib nur bedingt, das Gesamtpaket aufzuhübschen. Frankfurt muss aber auch rund um den Klub herum Ruhe reinbekommen, nicht nur sportlich. Die Transferphase war turbulent, Adi Hütter forderte mehrfach öffentlich neue Spieler, bekam aber nicht alle Wünsche erfüllt.

Es war in Sommer der Kompromisse und das auf nahezu allen Ebenen. Der Diskussion um einen möglicherweise fehlerhaften Transfersommer entrinnt man nur, in dem man sportlich dagegenhält.

Frankfurt früh vor wegweisendem Spiel

Von einer Art „Schicksalsspiel“ zu sprechen wäre am zweiten Spieltag gewiss verfrüht. Dennoch kann die Partie gegen Augsburg der Weichenstellung dienen. Gewinnt Frankfurt und das auch noch nach Möglichkeit souverän, dann haben die Hessen eine Basis, auf die man aufbauen kann. Folgt nach dem Union-Spiel der nächste Dämpfer, dann wird die Stimmung alles andere als brillant sein.

Denn auch wenn man in der Mainmetrolpole nicht den Zwang hat, sich für den Europapokal zu qualifizieren, so sind Augsburg und Union doch Gegner, die man spielerisch dominieren und vor allem tabellarisch hinter sich lassen will. Die größeren Kaliber kommen ja erst noch und die fordern eine jetzt schon wackelige Abwehr noch einmal umso mehr.

Kurzum: Verliert man gegen Augsburg, dann droht keine absolute Krise, aber die Stimmung könnte schon kippen, weil sie aktuell fragil ist. Und das will man verhindern.

Quelle: fussball-news.deZum Original

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