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Kein Ersatz auf der linken Seite: Bayern droht ein Engpass
fussball-news.defussball-news.de·VonFN-Redaktion

Kein Ersatz auf der linken Seite: Bayern droht ein Engpass

Der FC Bayern hat beim FC Schalke 04 die ersten Punkte dieser Bundesliga-Saison abgegeben. Beim 0:0 blieb die Mannschaft von Vincent Kompany ohne Treffer. Auf der linken Offensivseite fehlt dem Trainer derzeit eine gleichwertige Alternative.

Kompany begann in Gelsenkirchen mit einer ungewohnten Formation. Harry Kane und Michael Olise nahmen zunächst auf der Bank Platz, auch Jamal Musiala bekam bei seiner Rückkehr noch eine Schonfrist. Ismael Saibari spielte im Zentrum der Offensive, Nathaniel Brown auf der Zehnerposition, Lennart Karl rechts außen.

Der Plan trug wenig Früchte. Brown legte Luis Diaz zwar einmal stark auf und hatte selbst eine Gelegenheit, blieb ansonsten aber unauffällig. Saibari fand als Vertreter von Kane kaum statt, auch von Karl gingen wenige Gefahrenmomente aus.

Diaz lässt zwei Großchancen liegen

Zur Pause brachte Kompany Kane, nach 57 Minuten kamen Olise und Musiala. Vor allem mit Olise gewann das Münchner Angriffsspiel an Kreativität. Die klarsten Gelegenheiten hatte allerdings Diaz: Vor der Pause tauchte der Kolumbianer frei vor Loris Karius auf, nach dem Wechsel scheiterte er nach Zuspiel von Alphonso Davies mit einem Heber.

Manuel Neuer sprach das Thema nach dem Spiel offen an: „Wir waren nicht effizient und haben unsere Großchancen nicht genutzt.“ Diaz hatte bereits zu Beginn seiner Zeit in München mit der Chancenverwertung gehadert, später aber deutlich zugelegt. In die neue Spielzeit ist der 29-Jährige noch nicht richtig hineingekommen.

Brisant wird das durch die Kadersituation. Arijon Ibrahimovic war als Hinterleute für die linke Seite eingeplant, wechselte kurz vor Transferschluss jedoch per Leihe zum FC Augsburg. Aushelfen sollen nun flexible Offensivkräfte wie Karl und Saibari, eine Eins-zu-eins-Lösung für Diaz hat Kompany damit nicht.

Schalkes Plan geht auf

Bemerkenswert war auch die Herangehensweise des Aufsteigers. Jonathan Tah sagte anschließend mit Blick auf die tiefe Schalker Ordnung: „Wir haben, um ehrlich zu sein, etwas anderes erwartet.“ Ungewöhnlich war weniger der Ansatz selbst als dessen Umsetzung: Die Mannschaft von Miron Muslic ging aggressiv in die Zweikämpfe und arbeitete über die volle Distanz gegen den Ball.

Muslic hob nach der Partie genau diesen Punkt hervor: „Diese Mentalität, diese Einstellung, diese Bereitschaft zu leiden und gleichzeitig diese Widerstandsfähigkeit – all das haben wir heute gezeigt.“ Derartige Gegenwehr bekamen die Münchner in der Bundesliga nicht in jedem Spiel zu spüren. Vor dem 5:1 über den VfB Stuttgart hatte Deniz Undav die Begegnung mit dem Rekordmeister noch als „Bonusspiel“ eingestuft.

Quelle: fussball-news.deZum Original

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