Nach turbulenten Wochen sorgt Fabio Silva beim BVB wieder sportlich für Schlagzeilen. Intensive Gespräche mit den Verantwortlichen scheinen beim Angreifer Wirkung gezeigt zu haben.
Fabio Silva hat bei Borussia Dortmund innerhalb weniger Wochen eine bemerkenswerte Entwicklung hingelegt. Rund um den Deadline Day galt der Angreifer noch als möglicher Abgangskandidat, beim 3:2-Erfolg gegen die TSG Hoffenheim avancierte er nun als Joker zu einem der entscheidenden Spieler.
Silva kam in der zweiten Hälfte ins Spiel und sorgte in der 66. Minute für den zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich. Kurz vor Schluss war der Portugiese zudem an der Entstehung des Dortmunder Siegtreffers beteiligt. Eine Reaktion, die beim BVB gut ankam – insbesondere nach den Diskussionen über seine Rolle hinter Stammstürmer Serhou Guirassy.
Sportdirektor Ole Book berichtete nach der Partie von einem intensiven Austausch mit Silva. „Wir haben viele intensive, sehr offene und ehrliche Gespräche geführt. Auch das gehört einfach zum Zusammenarbeiten und Zusammenleben in einer Gruppe dazu.“ Offenbar haben diese Gespräche Wirkung gezeigt. Nach einer enttäuschenden Vorbereitung und den öffentlich geäußerten Gedanken über seine Zukunft scheint Silva den Konkurrenzkampf inzwischen anzunehmen.
Silva und Guirassy: Konkurrenzkampf beim BVB
Auch im Training hatte sich der 24-Jährige zuletzt verbessert präsentiert. Book betonte: „Schon in der letzten Woche war er sehr, sehr positiv im Training.“ Entscheidend sei nun, dass Spieler und Verein wieder aufeinander zugegangen seien. Trainer Niko Kovac zeigte sich ebenfalls angetan von Silvas Auftritt. „Heute war es ein überragendes Spiel. Ich hoffe, dass Fábio da viel Kraft herausziehen kann und so weitermacht.“

Bemerkenswert war zudem das Zusammenspiel mit Guirassy. Nach seinem Treffer feierte Silva gemeinsam mit seinem direkten Konkurrenten. Sport-Geschäftsführer Lars Ricken sieht darin kein Problem: „Natürlich gibt es immer Konkurrenzkampf, aber am Ende sind beide auch Mitspieler, verstehen sich gut.“
Für Dortmund könnte die neue Situation im Angriff noch wertvoll werden. Silva, der 2025 für kolportierte 22,5 Millionen Euro von den Wolverhampton Wanderers kam, liefert plötzlich Argumente für mehr Einsatzzeit. Aus einem möglichen Verkaufskandidaten ist damit zumindest vorerst wieder eine ernsthafte Alternative für die BVB-Offensive geworden.










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