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„Bayern sind nicht besser“: Hamann übt heftige Kritik am FCB-Kader
FCBinsideFCBinside·VonVjekoslav Keskic

„Bayern sind nicht besser“: Hamann übt heftige Kritik am FCB-Kader

Nach dem enttäuschenden 0:0 des FC Bayern beim FC Schalke 04 hat Dietmar Hamann deutliche Kritik an der Kaderplanung des deutschen Rekordmeisters geübt. Vor allem bei Ismael Saibari hat der ehemalige Nationalspieler Zweifel, ob der Sommer-Neuzugang die Münchner wirklich verstärkt.

„Die Bayern sind nicht besser als letztes Jahr“, erklärte Hamann bei Sky90. Der TV-Experte verwies dabei auf die Veränderungen im Kader. Mit Nathaniel Brown und Saibari seien zwar zwei namhafte Spieler verpflichtet worden, gleichzeitig hätten die Münchner aber mehrere erfahrene Profis verloren.

„Die beiden Spieler, die kamen, sind Nathaniel Brown und Ismael Saibari. Bei Alphonso Davies ist man sich intern nicht sicher, ob der noch mal kommt. Bei Jamal Musiala gibt es im Moment aus anderen Gründen auch ein Fragezeichen. Dann hast du Raphael Guerreiro, Leon Goretzka und Nicolas Jackson verloren, also über 100 Spiele und, ich glaube, über 25 Tore.“

Vor allem den Abgang von Jackson sieht Hamann kritisch. Obwohl er nach eigener Aussage „nicht der größte Fan“ des ehemaligen Bayern-Leihspielers gewesen sei, fehle der Mannschaft eine wichtige Qualität. „Aber das Tempo von Jackson fehlt sehr“, urteilte Hamann. Genau an diesem Punkt setzt auch seine Kritik an Saibari an.

„Er ist wie ein schlechter Kane“

„Du hast vorne Harry Kane, der ist nicht der Schnellste. Du hast mit Saibari jetzt ein Backup, der ist auch nicht der Schnellste. Er ist ein wunderbarer Fußballer, aber zu langsam. Er ist wie ein schlechter Kane.“

Ein hartes Urteil über den Marokkaner, für den Bayern im Sommer rund 50 Millionen Euro an die PSV Eindhoven überwiesen hat.

Saibari wurde gerade wegen seiner Vielseitigkeit verpflichtet. Der 25-Jährige kann auf mehreren Positionen in der Offensive eingesetzt werden und soll Vincent Kompany dadurch zusätzliche Möglichkeiten verschaffen. Hamann zweifelt jedoch daran, dass diese Flexibilität auf höchstem Niveau tatsächlich vorhanden ist.

„Bei Saibari sagen sie, dass er vier Positionen spielen kann“, erklärte der frühere Bayern-Profi.

Aus seiner Sicht gibt es für den Neuzugang vielmehr nur eine Position, auf der er beim Rekordmeister wirklich zur Geltung kommen kann.

Hamann sieht Gnabry deutlich vor Saibari

Ismael Saibari
Foto: Getty Images

„Ich glaube, die einzige Position, die Saibari spielen kann, ist hinter Kane, weil er auf außen zu langsam ist. Allerdings ist da Serge Gnabry eine Klasse besser, den sie noch sehr vermissen.“

Damit stellt Hamann nicht nur die Rolle Saibaris infrage, sondern sieht grundsätzlich Probleme bei der Zusammenstellung der Bayern-Offensive. Insbesondere Geschwindigkeit fehle dem Kader nach dem Abschied von Jackson.

Beim 0:0 auf Schalke waren diese Probleme zumindest phasenweise zu erkennen. Die Münchner dominierten zwar den Ball, entwickelten gegen die kompakte Defensive der Königsblauen aber zu selten echte Durchschlagskraft. Auch die nach der Pause eingewechselten Harry Kane und Michael Olise konnten Schalke-Torwart Loris Karius nicht überwinden.

Ob Hamanns hartes Urteil über Saibari Bestand hat, wird sich in den kommenden Wochen zeigen müssen. Der Marokkaner steht schließlich noch ganz am Anfang seiner Zeit beim FC Bayern.

Schon am Donnerstag wartet die nächste Gelegenheit. Zum Auftakt der Champions League treffen die Münchner auf Bodø/Glimt. Dann muss die Mannschaft von Vincent Kompany eine offensive Antwort auf den ersten Rückschlag der noch jungen Saison liefern.

Quelle: FCBinsideZum Original

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