Der FC Bayern hat in den vergangenen Wochen mit Hochdruck versucht, einen Abnehmer für Sacha Boey zu finden. Ein Transfer des 25-Jährigen wird inzwischen allerdings immer unwahrscheinlicher. Nachdem nun auch das Transferfenster in Saudi-Arabien geschlossen ist, gehen den Münchnern langsam die Optionen aus.
Noch nach dem 0:0 beim FC Schalke 04 hatte Max Eberl die Hoffnung auf einen Last-Minute-Transfer nicht aufgegeben. „Es sind noch Märkte offen. Schauen wir mal, was passiert“, erklärte der Sportvorstand.
Zu diesem Zeitpunkt liefen nach BILD-Informationen Gespräche mit Klubs aus Saudi-Arabien. Boey selbst soll einem Wechsel in die Saudi-Pro-League grundsätzlich offen gegenübergestanden haben. Zu einer Einigung kam es allem Anschein nach jedoch nicht. Das dortige Transferfenster ist mittlerweile geschlossen.
Damit ist eine der letzten realistischen Optionen für einen Boey-Abgang weggefallen. Auch in der Türkei können keine Transfers mehr getätigt werden. Beide Märkte galten zuletzt als mögliche Ziele für den französischen Rechtsverteidiger.
Bayern gehen die realistischen Optionen aus
Zwar gibt es in Europa weiterhin einige Länder, in denen das Transferfenster noch geöffnet ist. Dazu gehören unter anderem die Schweiz, Polen, Tschechien, Kroatien, Bulgarien und Rumänien. Dass Boey kurzfristig in eine dieser Ligen wechselt, erscheint jedoch äußerst unwahrscheinlich.
Die Bayern müssten zunächst einen Klub finden, der bereit wäre, die kolportierte Ablöseforderung von rund 15 Millionen Euro zu erfüllen. Gleichzeitig müsste Boey einem solchen Wechsel zustimmen. Auch das Gehalt des Franzosen könnte sowohl bei einem Verkauf als auch bei einer möglichen Leihe eine zusätzliche Hürde darstellen.
Alles deutet deshalb darauf hin, dass Boey zumindest bis zum Winter beim deutschen Rekordmeister bleiben wird.
Sportlich ist die Situation für den ehemaligen Galatasaray-Profi schwierig. Schon vor dem Saisonstart hatten die Bayern-Verantwortlichen deutlich gemacht, dass sie ihm bei einem passenden Angebot keine Steine in den Weg legen würden.
Sowohl beim 5:1 gegen den VfB Stuttgart als auch beim anschließenden 0:0 auf Schalke stand Boey nicht im Kader. Die Münchner wollten damit auch verhindern, dass eine mögliche Verletzung einen kurzfristigen Transfer gefährdet.
Freund kündigt Rückkehr in den Kader an

Sollte sich tatsächlich keine Wechselmöglichkeit mehr ergeben, wollen die Bayern Boey allerdings wieder vollständig in die Mannschaft integrieren. Sportdirektor Christoph Freund hatte dieses Szenario bereits angekündigt. „Wenn es so kommt, dass alle Märkte geschlossen sind und er hier bleibt, dann wird er ganz normal Mitglied unseres Teams sein“, erklärte Freund.
Gleichzeitig stellte der Bayern-Boss klar, dass sich der Verteidiger trotz der schwierigen Situation professionell verhalten habe: „Er hat sich immer einwandfrei verhalten, gut trainiert und eine super Vorbereitung gespielt.“
Boey besitzt in München noch einen Vertrag bis 2028. Auch wenn er nun wieder eine Option für Vincent Kompany werden dürfte, hat sich an der grundsätzlichen Situation wenig geändert.
Spätestens im Winter dürfte der FC Bayern deshalb einen neuen Anlauf unternehmen, um einen Abnehmer zu finden. Bis dahin muss sich Boey über das Training und mögliche Einsätze wieder empfehlen. Nach dem gescheiterten Verkauf im Sommer deutet jedenfalls vieles darauf hin, dass der Franzose vorerst an der Säbener Straße bleibt.









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