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Maue Bilanz beim Bayern-Comeback? Deshalb trügt Musialas Statistik
FCBinsideFCBinside·VonLukas Neth

Maue Bilanz beim Bayern-Comeback? Deshalb trügt Musialas Statistik

Jamal Musiala ist zurück. Beim 0:0 des FC Bayern auf Schalke feierte der 23-Jährige nach seiner längeren Zwangspause sein Comeback. Rein statistisch fiel sein erster Einsatz allerdings unspektakulär aus. Ein genauerer Blick zeigt jedoch, warum diese Zahlen nur bedingt Aussagekraft besitzen.

Beim Unentschieden auf Schalke wurde Musiala in der 57. Minute gemeinsam mit Michael Olise eingewechselt. Damit stand der Offensivspieler erstmals seit längerer Zeit wieder in einem Pflichtspiel auf dem Platz. Am Ende sammelte er rund 33 Minuten Spielzeit, konnte dabei allerdings weder ein Tor noch eine Vorlage verbuchen.

24 Ballkontakte, ein Torschuss, eine Torschussvorlage und acht von acht verlorene Zweikämpfe: So liest sich Musialas Statistik bei seinem Comeback.

Auf den ersten Blick sind das enttäuschende Zahlen. Vor allem die vielen verlorenen Zweikämpfe scheinen eine deutliche Sprache zu sprechen. Doch genau hier lohnt es sich, genauer hinzuschauen.

Musiala kam beim Stand von 0:0 in die Partie. Die Schalker verteidigen kompakt um den eigenen Strafraum und warfen sich in jeden Ball. Nach seiner Einwechslung wirkte Musiala selbstbewusst und gewillt. Der 23-Jährige versuchte immer wieder mit Dribblings, den Schalker-Abwehrriegel zu knacken. Dabei konnte er letztendlich aber immer noch von einem Königsblauen gestoppt werden.

Auch wenn bei Musialas Comeback noch nicht alles geklappt hat, versuchte er viel und hatte auch gute Momente. Max Eberl hob nach dem Spiel einen „genialen Pass“ auf Michael Olise hervor. Insgesamt bewertete Eberl Musialas Auftritt als „sehr, sehr positiv“.

Musiala braucht noch Zeit

Auch Kapitän Manuel Neuer fand es „super schön“, seinen Teamkollegen wieder auf dem Rasen zu sehen. „Er wird sofort wieder gebracht, wenn er im Kader ist. Und wir freuen uns wieder auf den Jamal, dass er für uns die Spiele entscheidet“, erklärte Neuer.

Vincent Kompany hatte bereits vor der Partie betont, dass Musiala in den vergangenen zwei Wochen gut trainiert habe und von den Experten grünes Licht für seinen Einsatz bekommen habe. Die Einwechslung auf Schalke war deshalb in erster Linie ein wichtiger Schritt auf dem Weg zurück zu voller Belastbarkeit.

Jamal Musiala
Foto: Getty Images

Dass Musiala anschließend nicht direkt für spektakuläre Szenen sorgte, ist deshalb wenig überraschend. Zudem traf der 23-Jährige auf eine Schalker Mannschaft, die sich nach der Pause noch tiefer zurückzog und mit großer Konsequenz verteidigte. Bayern erhöhte zwar den Druck, konnte sich aber nicht mit einem Tor belohnen.

Sein Comeback sollte deshalb weniger anhand von Zahlen und Statistiken bewertet werden. Viel wichtiger ist für den FC Bayern, dass Musiala nach seiner Pause wieder Pflichtspielminuten sammeln konnte. Der erste Schritt ist gemacht – jetzt soll der Offensivstar Stück für Stück wieder zu seiner alten Stärke zurückfinden.

Quelle: FCBinsideZum Original

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