Mehr als 100 Millionen Euro hat Borussia Dortmund im Sommer in neue Spieler investiert. Nun ist bekannt, wie der BVB den kostspieligen Transfer-Sommer finanzieren könnte.
Borussia Dortmund hat im vergangenen Transfersommer kräftig in den Kader investiert. Mehr als 100 Millionen Euro flossen in neue Spieler – und das, obwohl der Klub zuletzt einen Jahresverlust von 21,7 Millionen Euro auswies. Möglich wird die Transferoffensive unter anderem durch Zahlungsmodelle, die im Profifußball längst üblich sind.
Für Konstantinos Karetsas zahlte der BVB um Sportdirektor Ole Book 30 Millionen Euro, Giannis Konstantelias kostete 26 Millionen und Joey Veerman 22 Millionen Euro. Bereits zuvor war Joane Gadou für 19,5 Millionen Euro verpflichtet worden. Die Ablösen werden allerdings nicht sofort vollständig fällig. Nach Informationen der Sport Bild hat Dortmund mit den abgebenden Klubs Ratenzahlungen über drei bis vier Jahre vereinbart.
Auf der anderen Seite profitiert der BVB von demselben Prinzip. Aus früheren Spielerverkäufen sollen in den kommenden Jahren noch Forderungen von insgesamt rund 120 Millionen Euro beglichen werden. Dazu zählen unter anderem Zahlungen aus den Transfers von Jude Bellingham zu Real Madrid, Jamie Gittens zum FC Chelsea und Donyell Malen zu Aston Villa.
BVB senkt Kaderkosten um 20 Millionen Euro
Auch jüngere Abgänge wie Karim Adeyemi, Cole Campbell und Julien Duranville tragen dem Bericht zufolge zu den noch ausstehenden Einnahmen bei. Den Forderungen stehen allerdings erhebliche Verpflichtungen gegenüber. Ende Juni lagen Dortmunds Transferverbindlichkeiten bereits bei 123 Millionen Euro. Durch die jüngsten Einkäufe dürfte dieser Betrag inzwischen weiter gestiegen sein.

Gleichzeitig versucht der BVB, seine laufenden Kosten zu reduzieren. Die Ausgaben für den Kader sollen gegenüber der Vorsaison um rund 20 Millionen Euro gesunken sein. Nach den Abschieden kostspieliger Spieler setzt Dortmund verstärkt auf jüngere Profis mit niedrigeren Gehältern. Weitere Einsparungen bei den Sachkosten sollen zusätzlich entlasten.
Auch auf der Einnahmenseite erwartet der Klub Verbesserungen. Im Sponsoring sollen knapp 20 Millionen Euro mehr erlöst werden. Für die laufende Saison wird zudem ein Umsatz von mindestens 485 Millionen Euro angepeilt. Sportlicher Erfolg bleibt dabei ein wichtiger Faktor: In Champions League und DFB-Pokal kalkuliert der BVB dem Bericht zufolge jeweils mindestens mit dem Achtelfinale.










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