Mit Einsatz, Leidenschaft und Kampf zum ersten Punkt. Schalke 04 verbarrikadierte beim 0:0 gegen Bayern München das eigene Tor. Die Angriffsbemühungen des Starensembles von der Säbener Straße zerschellten am königsblauen Abwehrbollwerk.
FCB-Coach Vincent Kompany (40) meinte, beim Aufsteiger zunächst auf seine Offensiv-Stars Harry Kane (33), Michael Olise (24) oder auch Jamal Musiala (23) verzichten zu können. Im Laufe der 90 Minuten plus Nachspielzeit in der Veltins-Arena korrigierte er seine Entscheidung. Allein: Es half nichts. Die Verteidigung um Hasan Kurucay (29), Nikola Katic (29) und Timo Becker (29) räumte kompromisslos ab. Und wenn doch einmal ein Ball durchrutschte, stand Keeper Loris Karius (33) einem Torerfolg im Weg.
„Die Jungs haben bis zur allerletzten Sekunde gekämpft, um den Punkt zu holen“, lobt Youri Mulder (57) die Schalker Elf. Der Direktor Profifußball gerät regelrecht ins Schwärmen: „Viel besser geht es nicht gegen so ein herausragendes Team. Damit haben wir gezeigt, dass wir in der Bundesliga angekommen sind.“
Rannten die Knappen beim 0:3 zum Auftakt in Augsburg noch ins offene Messer, standen sie gegen den Rekordmeister kompakt und ließen dem Gegner keine Räume. „Miron Muslic hat eine hervorragende Taktik gewählt und diese dann in der Trainingswoche klar an die Mannschaft kommuniziert“, würdigt Mulder das Konzept des Coaches. Sein Kompliment gilt aber auch den Spielern: „Die Mannschaft hat den Plan stark umgesetzt.“
Tipp für Klopp
Gegen die Tormaschine aus Bayern, die die vergangene Saison mit nahezu unfassbaren 122 eigenen Treffern abschloss, stand die Null. „Huub Stevens dürfte das gefallen“, erinnert Mulder schmunzelnd an ein populäres Zitat des Schalker Jahrhunderttrainers. „Wir wollten es unbedingt schaffen, kein Gegentor zu kassieren“, verrät der 57-Jährige. Doch nun gelte es, „in solch einem Spiel offensiv noch gefährlicher aufzutreten“. Das müsste „der nächste Schritt“ sein.

Karius war der Fels in der Münchener Brandung. Der Routinier zwischen den Pfosten wuchs einmal mehr über sich hinaus. „Er hat wieder einmal gezeigt, was in ihm steckt. Und das nicht zum ersten Mal“, sagt daher auch Mulder. Aufgrund seiner „seit Monaten konstant starke Leistungen“, halte er den Schlussmann für „nationalmannschaftsleistungsfähig“. Der Niederländer bringt es auf den Punkt: „Ich fände es verdient, wenn Loris eine Einladung zu den kommenden Länderspielen erhalten würde.“
In der Nations League trifft die DFB-Auswahl bei der Premiere von Neu-Bundestrainer Jürgen Klopp (59) zunächst auf die Niederlande (24. September), anschließend auf Griechenland (27. September) und Serbien (1. Oktober). „Aber die Entscheidung liegt nicht bei mir, sondern natürlich bei Jürgen Klopp“, ergänzt Mulder.










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