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Milliarden in England: Dreesen zeigt Bayerns Gegenentwurf auf
fussball-news.defussball-news.de·VonFN-Redaktion

Milliarden in England: Dreesen zeigt Bayerns Gegenentwurf auf

Der FC Bayern spürt die Finanzkraft der englischen Klubs auf dem Transfermarkt immer stärker. Vorstandschef Jan-Christian Dreesen hat nun dargelegt, mit welchen Mitteln die Münchner trotzdem mit Europas reichsten Vereinen mithalten wollen.

Wie groß der Abstand inzwischen ist, machte Dreesen im Doppelpass bei Sport1 an einer Zahl fest. „Die Premier League hat über vier Milliarden für Transfers ausgegeben“, sagte der Vorstandsvorsitzende. Ein solches Volumen liegt nach seiner Darstellung außerhalb der Möglichkeiten des Klubs.

Dass die Münchner dieses Niveau nicht anstreben, stellte er ausdrücklich klar. „Das sind unglaubliche Zahlen, die werden wir auch nicht erreichen können, brauchen wir auch nicht erreichen“, so Dreesen. Seine Schlussfolgerung fasste er knapp zusammen: „Unsere Antwort darauf ist: Erstens nicht jammern und zweitens kreativ zu sein und eigentlich unsere Möglichkeiten zu nutzen.“

Erlöse aus Sponsoring und Merchandising

Eine zentrale Rolle spielen dabei Einnahmen, die der Verein selbst steuern kann. „Wir haben einen Erlösmix, den haben wir über Jahre verändert“, erklärte Dreesen und verwies auf Sponsoring, Marketing und den Verkauf von Fanartikeln.

Jan-Christian Dreesen, Max Eberl
Foto: IMAGO

Besonders stolz zeigte er sich beim Merchandising. „Wir verkaufen mehr Trikots als der Rest der Bundesliga zusammen“, sagte er. Als Erklärung nannte er nicht die Wirtschaftskraft der Region: „Das ist eine riesige Zahl und das hat nichts mit wirtschaftlicher Kraft der Einwohnerinnen und Einwohner in Bayern zu tun, das hat was mit den Fans zu tun und der Überzeugung, für seinen Club auch das Trikot tragen zu wollen.“

Zweiter Baustein ist die eigene Ausbildung. Dreesen sprach von der „viel intensiveren Arbeit am Campus“ und führte Jamal Musiala, Aleksandar Pavlovic sowie Lennart Karl als Beispiele an. „Wir konnten in der jüngeren Vergangenheit den ein oder anderen Spieler entwickeln und haben eine wirklich gute Quote bei der Entwicklung von Profispielern „, sagte er.

Nicht jeder dieser Spieler soll dauerhaft in der ersten Mannschaft landen. Verkäufe gehören laut Dreesen zum Modell: „Das werden nicht alle Spieler bei uns, aber wir entwickeln Profispieler, die wir dann auch veräußern können, worüber wir wieder Transfereinnahmen haben.“

Als dritten Punkt nannte der Vorstandschef die Ausgabendisziplin. „Wir können es uns nicht leisten, zu viele Fehler zu machen und zu viel Geld auszugeben an Stellen, wo wir es besser nicht tun“, sagte er. Die Linie brachte er so auf den Punkt: „Wir können jeden Spieler kaufen, den wir wollen, aber wir wollen uns nicht jeden leisten“.

Quelle: fussball-news.deZum Original

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