Auf dem Transfermarkt werden immer höhere Ablösen gezahlt. Max Eberl stellt nun klar: Auch der FC Bayern könnte bei einem Spieler ganz groß investieren.
Der internationale Transfermarkt hat in diesem Sommer erneut enorme Dimensionen erreicht. Enzo Fernández wechselte für 145 Millionen Euro vom FC Chelsea zu Manchester City, Bradley Barcola kostete den FC Liverpool bei seinem Wechsel von Paris Saint-Germain 125 Millionen Euro.
Summen, die auch beim FC Bayern genau registriert werden. Doch könnte der deutsche Rekordmeister selbst noch einmal einen Transfer jenseits der 100-Millionen-Euro-Marke stemmen? Sportvorstand Max Eberl hat darauf jetzt eine klare Antwort gegeben.
„Bayern München ist stark, das hat der Verein beim Kauf von Harry Kane gezeigt. Wenn wir wollen und davon überzeugt sind, ist der FC Bayern in der Lage, auch große Transfers zu tätigen“, erklärte Eberl im Interview mit der Sport BILD.
Der Bayern-Boss machte allerdings gleichzeitig deutlich, dass sich die Münchner nicht am finanziellen Wettrüsten anderer europäischer Topklubs beteiligen wollen. Entscheidend sei vielmehr, dass ein kostspieliger Transfer in die langfristige Strategie des Vereins passe: „Wir wollen so etwas aber mit Weitblick machen. Unsere Strategie war in den vergangenen Jahren, dass wir Spieler haben wollen, die uns ermöglichen, die Champions League, die deutsche Meisterschaft und den DFB-Pokal zu gewinnen. Gleichzeitig wollen wir junge Spieler aus unserer Akademie dazunehmen, die mit uns wachsen können.“
Eberl: Bayern können große Transfers tätigen
Dass Bayern nicht jede Preisentwicklung mitgeht, zeigt das Beispiel Bradley Barcola. Eberl bestätigte im selben Interview, dass sich die Münchner mit dem französischen Offensivstar beschäftigt hatten. Bei den Summen, die für Barcola aufgerufen wurden, stiegen die Bayern allerdings aus. Liverpool zahlte schließlich 125 Millionen Euro an PSG.
Stattdessen verpflichtete der deutsche Rekordmeister Luis Diaz. Auch für den Kolumbianer investierten die Münchner viel Geld, allerdings deutlich weniger als Liverpool für Barcola. Eberl bezeichnete den Diaz-Transfer deshalb als kostspielig, aber „in einer anderen Dimension als Bradley“.
Grundsätzlich bleibt ein weiterer Transfer in der Größenordnung von Harry Kane oder sogar darüber hinaus aber möglich. Der Engländer war 2023 für eine Sockelablöse von rund 100 Millionen Euro von Tottenham zum FC Bayern gewechselt und ist bis heute der teuerste Einkauf der Vereinsgeschichte.
Eberls Aussagen zeigen: Eine feste finanzielle Obergrenze gibt es bei den Bayern offenbar nicht. Wenn die Verantwortlichen von einem Spieler überzeugt sind und der Transfer zur sportlichen sowie wirtschaftlichen Strategie passt, kann der Rekordmeister auch künftig ganz oben ins Regal greifen.











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