Seit einem Jahr spielt Florian Wirtz beim FC Liverpool in der Premier League. Trotz einiger starker Auftritte des jungen Deutschen bleiben Zweifel bei einigen Experten, inwiefern die englische Liga zum 23-Jährigen passt.
Beim 2:1-Erfolg der Reds über Atletico Madrid an der Anfield Road unter der Woche war Florian Wirtz einer der auffälligeren Akteure. Auch wenn er keinen offiziellen Scorerpunkt verbuchen konnte, setzte er seine Teamkollegen immer wieder in gefährliche Abschlusspositionen in Szene, arbeitete zudem auch gegen den Ball stark mit.
Dennoch blickt BILD-Experte Marcel Reif weiterhin kritisch auf den 23-Jährigen und seine bisherige Zeit in England. Der einstige Fußballkommentator ist sich zunehmend unsicher, ob die Premier League zum offensiven LFC-Star passt.
Reif über Wirtz: „Wie ein Suchender“
Nach dem ersten Champions-League-Spieltag resümierte Reif bei BILD die ersten Spiele der Saison 2026/27 – und kam dabei auch auf Florian Wirtz zu sprechen. ,,Ich trau mich fast nicht so, zu dieser Zeit schon zu sagen, aber langsam wird’s die letzte Ausfahrt in Liverpool“, so der 76-Jährige, und erklärte weiter: „Er wirkt immer noch wie ein Suchender. Du siehst, da sind paar Dinge, ja so kenn ich ihn – und dann wieder doch nicht. Und irgendwann muss es normal werden, irgendwann ist es nicht mehr: ‚Du bist neu bei Liverpool‘, nein du bist nicht mehr neu bei Liverpool.“
Gerade in der Anfangszeit zu Beginn der abgelaufenen Spielzeit hatte Wirtz sichtliche Probleme, in der englischen Liga anzukommen. Zur Wahrheit gehört aber auch: Der ehemalige Leverkusen-Star spielte zuhauf starke Vorlagen auf seine Mannschaftskollegen, verwertet wurden diese aber nur selten. Letztlich lief es in der zweiten Saisonhälfte dann doch besser für den deutschen Nationalspieler, in wettbewerbsübergreifend 49 Spielen kam Wirtz auf sieben Tore und zehn Vorlagen.

Entsprechend überraschend kommt die scharfe Reif-Kritik an Wirtz durchaus – gehört der gebürtige Pulheimer doch auch zu Beginn der Saison 2026/27 zu den absoluten Stammspielern unter Neu-Coach Iraola. Klar ist: Wirtz tut gut daran, trotz aufkommender zweifelnder Stimmen ruhig zu bleiben. Schon im vergangenen Jahr hat diese Strategie gut geklappt.










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