Beim 5:0 gegen Bodø/Glimt war Michael Olise der auffälligste Spieler des FC Bayern. Zwei Treffer und eine Vorlage standen am Ende in seiner Statistik. Bemerkenswert war auch, wo der Franzose in der Schlussphase auftauchte.
Nach der Auswechslung von Jamal Musiala in Durchgang zwei verlagerte Olise seine Auftritte ins Zentrum und übernahm dort die Zehner-Position. Der eingewechselte Lennart Karl besetzte zunächst die rechte Bahn. Beide Offensivkräfte wechselten im weiteren Verlauf mehrfach die Seiten und Räume.
Auf der Pressekonferenz wurde Vincent Kompany gefragt, ob Olise diese zentrale Rolle künftig öfter ausfüllen könnte. Der Trainer antwortete grundsätzlich: „Michael hat Freiheit auf dem Platz, egal ob auf der Position 10 oder auf der rechten Seite. Wenn er von rechts dribbelt, ist das ein Vorteil. Wenn er in die Mitte zieht, ist das ein Vorteil. Er hat ziemlich oft die Position mit Lenny getauscht. Beide sind flexibel. Mein einziges Ziel ist es, das Tor anzugreifen. Ich weiß, wo die Jungs Freiheit brauchen und wo sie ein bisschen Disziplin brauchen. Das Wichtigste ist, eine Gefahr darzustellen.“
Kompany verzichtet auf feste Zuordnung
Üblicherweise startet Olise auf dem rechten Flügel, von wo der Linksfuß nach innen ziehen, selbst abschließen oder Mitspieler bedienen kann. Gegen die Norweger deutete sich an, dass er auch aus der Mitte heraus gefährlich wird. Sein Tor zum 4:0 fiel nach Musialas Auswechslung per Distanzschuss.

Neben den beiden Toren und dem Assist verbuchte Olise sieben Schlüsselpässe und war in viele gefährliche Angriffe eingebunden. Auch Karl kann zwischen rechter Seite und Zentrum pendeln, was Kompany weitere Varianten in der Offensive eröffnet. Bei der WM 2026 spielte Olise für Frankreich auf der Zehn und kam dort auf sieben Vorlagen.
Musiala bleibt erste Wahl im Zentrum
Auf der Zehnerposition ist Musiala bei den Münchnern grundsätzlich gesetzt, sucht nach seiner langen Pause aber noch den gewohnten Rhythmus. Gegen Bodø/Glimt stand der 23-Jährige erstmals wieder in der Startelf und traf zum 1:0. Mit Neuzugang Ismael Saibari steht dem Klub eine weitere Möglichkeit für diese Rolle zur Verfügung.
Eine dauerhafte Umschulung Olises zum Zehner hat Kompany nicht angekündigt. Seine Aussagen deuten vielmehr darauf hin, dass der Offensivspieler seine Zonen im letzten Drittel weiter selbst wählen soll. Wie die Rollenverteilung in den kommenden Spielen aussieht, blieb nach der Partie offen.










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