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58 Millionen gegen eine Milliarde! So riesig ist der Unterschied zwischen Elversberg und Bayern
FCBinsideFCBinside·VonManuel Behlert

58 Millionen gegen eine Milliarde! So riesig ist der Unterschied zwischen Elversberg und Bayern

Auf der einen Seite steht der deutsche Rekordmeister mit einem Milliarden-Kader, 75.000 Zuschauern bei Heimspielen und jahrzehntelanger Bundesliga-Erfahrung. Auf der anderen Seite wartet ein Aufsteiger aus einer Gemeinde mit gerade einmal rund 13.000 Einwohnern.

Die Rollen scheinen damit eindeutig verteilt. Doch ausgerechnet die Tabelle zeigt vor dem direkten Duell ein anderes Bild. Elversberg hat seine ersten beiden Bundesliga-Spiele gewonnen, sieben Tore erzielt und steht mit sechs Punkten vor den Bayern. Die Münchner haben nach dem 5:1 gegen Stuttgart und dem 0:0 auf Schalke vier Zähler auf dem Konto.

Für die SVE ist das erste Bundesliga-Heimspiel gegen den FC Bayern ohnehin ein Festtag. Ein Blick auf die Zahlen zeigt, wie außergewöhnlich dieses Duell ist.

2.080 Bundesliga-Spiele gegen zwei

Besonders deutlich wird der Unterschied bei der Erfahrung. Der FC Bayern kommt auf 2.080 Bundesliga-Partien. Elversberg hat nach dem erstmaligen Aufstieg gerade einmal zwei Spiele im deutschen Oberhaus absolviert.

Ähnlich gewaltig sind die Dimensionen bei den Stadien. Während in der Allianz Arena 75.000 Zuschauer Platz finden, fasst die Kaiserlinde lediglich rund 10.000 Fans. Damit verfügt Elversberg über das kleinste Stadion der Bundesliga.

Bemerkenswert ist auch der Vergleich der beiden Standorte. München zählt rund 1,6 Millionen Einwohner. Elversberg kommt dagegen auf etwa 13.000 – also nur unwesentlich mehr Menschen, als am Sonntag im Stadion Platz finden.

Auch finanziell liegen Welten zwischen den beiden Mannschaften. Der Kader der SVE wird auf gut 58 Millionen Euro taxiert. Beim FC Bayern steht dagegen ein Gesamtmarktwert von mehr als einer Milliarde Euro zu Buche. Rein rechnerisch ist der Münchner Kader damit fast 18-mal so wertvoll.

Elversberg will den Unterschied auf dem Platz verschwinden lassen

SV Elversberg
Foto: IMAGO

All diese Zahlen machen deutlich, warum der FC Bayern als haushoher Favorit ins Saarland reist. Gleichzeitig zeigen die ersten beiden Spieltage, warum Vincent Kompany seine Mannschaft eindringlich vor dem Aufsteiger gewarnt hat.

Elversberg hat nicht nur sechs Punkte gesammelt, sondern dabei bereits sieben Tore erzielt. Die Mannschaft von Vincent Wagner versteckt sich nicht, sondern versucht mit spielerischen Lösungen, hohem Pressing und schnellen Angriffen zum Erfolg zu kommen.

Kompany zeigte sich deshalb vor dem Spiel beeindruckt vom bisherigen Auftreten des Neulings. „Es ist eine Mannschaft, die fußballerisch die Basis für den Erfolg gelegt hat und jetzt sehr gut in die Bundesliga gestartet ist.“

Genau darin liegt die Besonderheit dieses Duells. Außerhalb des Rasens könnten die Unterschiede kaum größer sein. Für 90 Minuten spielen Einwohnerzahlen, Stadiongrößen, Marktwerte und Bundesliga-Erfahrung jedoch keine Tore.

Das hat Elversberg in den ersten beiden Partien eindrucksvoll bewiesen. Der Aufsteiger geht sogar mit zwei Punkten Vorsprung auf die Bayern in das direkte Duell.

Für die Münchner gibt es dennoch nur ein Ziel. Nach dem überraschenden 0:0 auf Schalke soll an der Kaiserlinde kein zweiter Ausrutscher folgen. Ausgerechnet beim bislang kleinsten Bundesliga-Gegner wartet damit eine durchaus knifflige Aufgabe.

Quelle: FCBinsideZum Original

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