Am Sonntag spielt der Hamburger SV um 15:30 Uhr auswärts bei RB Leipzig. Die Rothosen wollen in diesem Spiel den ersten Sieg in der neuen Saison einfahren, nachdem der Auftakt in die neue Spielzeit eher durchwachsen verlief.
Die Niederlage in Dortmund zum Start war dabei nicht das Problem, sondern eher der indiskutabel schlechte Auftritt gegen Mainz 05 eine Woche später. Jetzt wollen die Hamburger eine gute Reaktion zeigen und die Leipziger von Beginn an unter Druck setzen.
RB hat zwar das erste Heimspiel gewonnen, aber auch gegen eine eher schwache Fohlen-Mannschaft aus Mönchengladbach. Und zuletzt gab es nicht nur eine Pleite in Bremen, sondern auch bei Como – mit 1:4.
Leipzig bietet etwas an
Wenn es eine Erkenntnis aus den ersten Spielen der Leipziger gibt, dann die folgende: RB bietet etwas an. Und zwar auf verschiedene Arten und in verschiedenen Spielphasen. Sei es bei ruhenden Bällen wie sich gegen Werder zeigte oder dann, wenn schnell umgeschaltet wird. Como erwischte Leipzig oft in schlechter Ordnung als man sich gut aus der eigenen Defensive herausarbeitete. Zwei, drei Pässe mit dem richtigen Timing und schon konnte Como in Überzahlsituationen kommen.

Martin Demichelis, der Trainer von RB, sah teilweise verzweifelt zu, wie seine Mannschaft ausgehebelt wurde. Demichelis wirkte mitunter ratlos, seine Mannschaft schaffte es so gar nicht, genügend Druck auf die Spieler von Como zu bekommen und öffnete Räume, weil man keine Ordnung hatte. Auch Werder kam mitunter mit einfachen Doppelpässen in gefährliche Räume. Kurzum: Ansatzpunkte, um Leipzig zu gefährden, gibt es gleich einige.
Der HSV muss zu sich selbst finden
Der größte und entscheidende Punkt beim HSV ist, dass man wieder wie der HSV der Vorsaison auftritt. Gut in den Zweikämpfen, griffig in den Zwischenräumen und wach im Kopf. Was Mut macht: Spieler, die erst spät zur Mannschaft stießen, hatten jetzt eine Woche mehr Training und sollten besser integriert sein. Dass Fabio Vieira jetzt wohl auch starten kann, ist einzusätzlicher Punkt. Er kann gerade im Mittelfeld die sich bietenden Lücken nutzen.
Es braucht eine Mischung aus Kampf und Einsatz, aber eben auch spielerischen Elementen, um gegen Leipzig Torchancen zu kreieren. Selbst gegen Gladbach ließ Leipzig zuhause einiges zu, in Bremen und bei Como waren es extrem viele Chancen, die der jeweilige Gegner hatte. Ob hier in Leipzig etwas geht liegt also allen voran an den Rothosen und ihrer Einstellung zum Spiel und natürlich auch an einem gewissen Spielglück, das man benötigt. Aber das ist in der Bundesliga ohnehin nahezu immer der Fall.










Kommentare