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Trotz Abgang: Ex-HSV-Star will zurück in den Volkspark
Nur die RauteNur die Raute·VonJule Stolpe

Trotz Abgang: Ex-HSV-Star will zurück in den Volkspark

Es war nicht unbedingt ein Happy End zwischen Robert Glatzel und dem HSV. Trotzdem hofft er auf ein baldiges Wiedersehen.

Wir erinnern uns vor allem an das Interview mit der MOPO gegen Ende seiner Zeit an der Elbe. Damals machte der Stürmer seinem Ärger über fehlende Spielzeit deutlich Luft. In dem eher unschönen Jahr habe Glatzel vor allem gelernt, dass man in der kurzen Zeit, in der man das Glück hat, auf dem Platz stehen zu dürfen, das Maximum herausholen müsse. Warum? Weil jeder austauschbar sei. „Das meine ich gar nicht negativ, das ist einfach so“, ergänzte der 32-Jährige.

In einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt verriet Glatzel nun, dass er damals bereits wusste, dass es in Hamburg nicht mehr weitergeht. Groll hegt der Neuner gegen seinen Ex-Klub trotzdem nicht: „Ich wünsche dem HSV nur das Beste und bin sehr glücklich, mich auf die sportlichen Aufgaben mit dem VfL konzentrieren zu können.“

Mittlerweile kickt der Ex-Publikumsliebling des HSV in der Autostadt und nimmt die Mission Wiederaufstieg in Angriff. Die stockt aktuell: Als absoluter Liga-Gigant holte der VfL Wolfsburg aus den ersten vier Partien nur zwei Siege. Sollte es aber klappen und der HSV es seinerseits in der Bundesliga schaffen, den Horrorstart langsam umzubiegen, könnte es im nächsten Jahr zum Wiedersehen mit dem Ex kommen.

Wiedersehen im Volkspark?

Der Gedanke an eine Auswärtsfahrt mit dem VfL ins alte Wohnzimmer gefällt dem Knipser: „Wenn ich daran denke, bekomme ich Gänsehaut. Es wäre sehr schön, diesen Moment erleben zu dürfen. Das ist ein Extraanreiz für mich, ein cooles Ziel.“

Robert Glatzel
IMAGO

Das wird allerdings nur real, wenn der HSV langsam zurande kommt. Den Fehlstart verfolgte Glatzel auch und leide mit. Es seien schwere Gegner gleich zum Auftakt gewesen, gegen die man verlieren könne. „Aber fünf Gegentore zu Hause sind natürlich zu viele“, räumte er gegenüber dem Abendblatt ein und sprach damit sicherlich vielen Fans aus der Seele.

Aber: Die Wende kommt, da ist er sich sicher und mache sich keine Sorgen: „Die Power im Verein und die Qualität im Kader sind vorhanden.“

Trotz Trennung: HSV-Fans & Glatzel bleiben Freunde

Dass die Bindung zwischen dem Nordklub und ihm den Wechsel übersteht, kommt kaum überraschend. Glatzel verriet, dass ihn sogar in Wolfsburg noch regelmäßig HSV-Fans ansprechen: „Die Bindung zu den Fans war sehr besonders und nicht alltäglich. Das spüre ich immer noch.“

Robert Glatzel
IMAGO

Nach wie vor habe Glatzel Kontakt zu ehemaligen Mitspielern und Menschen aus dem Staff. Der HSV sei für ihn mehr als ein Job gewesen, es seien viele Freundschaften entstanden.

Auch mit Mario Vušković ist Glatzel im Austausch. Auf dessen Comeback freue er sich ganz besonders, und er ist sich sicher, dass Vušković es zum Topspieler schaffen wird. Über seine Rückkehr sagte Glatzel: „Ich hätte diesen Tag gern als HSV-Spieler miterlebt.“

Es sind also ausschließlich warme Worte, die der Stürmer über den HSV verliert. Das macht mit Blick auf ein Wiedersehen im Volksparkstadion optimistisch, das mit ehemaligen Spielern nicht immer zwingend gut ausgeht.

Quelle: Nur die RauteZum Original

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