Tom Bischof hatte sich beim FC Bayern zuletzt für mehr Einsatzzeit empfohlen. In Elversberg bekam der Youngster seine Chance – konnte sie aber kaum nutzen.
Für Tom Bischof bot das Auswärtsspiel bei der SV Elversberg eigentlich die nächste große Gelegenheit. Vincent Kompany rotierte nach dem 5:0 gegen Bodo/Glimt kräftig durch und stellte den 21-Jährigen von Beginn an auf. Bischof sollte sich erneut im zentralen Mittelfeld beweisen.
Doch beim mühsamen 2:1-Erfolg blieb er weitgehend blass. Während Aleksandar Pavlovic im Zentrum immer wieder Verantwortung übernahm und schließlich auch Harry Kanes Siegtreffer vorbereitete, konnte Bischof dem Bayern-Spiel kaum seinen Stempel aufdrücken.
Das ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil seine Entwicklung wenige Tage zuvor noch in die andere Richtung gezeigt hatte.
Nach starkem Auftritt folgt der Rückschlag
Beim 4:1 im DFB-Pokal gegen den VfL Osnabrück hatte Bischof bei seinem ersten Pflichtspiel-Start der Saison überzeugt. Der Mittelfeldspieler erzielte das wichtige 2:1 und empfahl sich mit einer starken Vorstellung für weitere Einsätze.
Auch intern genießt Bischof großes Vertrauen. Joshua Kimmich lobte den Youngster nach dessen starkem Pokal-Auftritt, während Kompany ihm eine „große und wichtige Rolle“ beim FC Bayern in Aussicht stellte. Sportdirektor Christoph Freund betonte ebenfalls, dass Bischof viele Minuten bekommen werde.
An der aktuellen Hierarchie im Mittelfeld hat das bislang allerdings wenig geändert. Joshua Kimmich ist gesetzt, daneben hat Aleksandar Pavlovic momentan die Nase vorne. Beim 0:0 auf Schalke kam Bischof erst spät für Pavlovic ins Spiel, beim Champions-League-Auftakt gegen Bodo/Glimt setzte Kompany von Beginn an wieder auf Kimmich und Pavlovic.

Umso wichtiger war die Gelegenheit in Elversberg. Gerade in solchen Partien kann sich Bischof für mehr Spielzeit empfehlen und den Konkurrenzkampf verschärfen. Diesmal gelang ihm das nicht.
Von einem grundsätzlichen Problem kann nach wenigen Saisonwochen natürlich keine Rede sein. Bischof ist erst 21 Jahre alt und befindet sich erst in seiner zweiten Saison beim FC Bayern. Dass auf einen starken Auftritt auch einmal ein schwächerer folgt, gehört zur Entwicklung eines jungen Spielers.
Der Konkurrenzkampf im Münchner Mittelfeld verzeiht allerdings nur wenige solcher Gelegenheiten. Pavlovic präsentierte sich in Elversberg deutlich auffälliger und lieferte beim entscheidenden 2:1 zudem das starke Zuspiel auf Kane.
Bischof hat bereits gezeigt, dass er auf diesem Niveau Akzente setzen kann. In Elversberg konnte er seine nächste Chance allerdings nicht nutzen. Der Kampf um einen Stammplatz neben Kimmich bleibt damit vorerst klar zugunsten von Pavlovic verteilt.










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