Michael Olise taucht beim FC Bayern nicht mehr nur auf dem rechten Flügel auf. Vincent Kompany stellt den Franzosen immer wieder zentral auf. Beim 2:1 gegen die SV Elversberg agierte der 24-Jährige erneut hinter der Spitze.
Daraus ergibt sich die Frage, ob Olise künftig öfter als Spielmacher hinter Harry Kane auflaufen könnte. Eine klare Festlegung vermeidet Kompany bislang. Dem Trainer geht es offenbar vor allem darum, seinen Offensivmann dorthin zu stellen, wo dessen Stärken am meisten wiegen.
Nach dem Auswärtserfolg in Elversberg wurde Kompany direkt auf die Rolle als Nummer 10 angesprochen und darauf, ob diese Variante auch längerfristig infrage kommt.
Kompany sieht den Unterschied in der Defensive
„Michael hat viel Freiheit. Es geht darum, ihn dort aufzustellen, wo er am gefährlichsten ist. Der größte Unterschied beim Spielen auf der Position Nr. 10 liegt in der Verteidigung, da man keine Außenverteidiger hinter sich hat – aber mit dem Ball gebe ich Michael viel Freiheit – er kann von beiden Positionen aus eine Gefahr darstellen. Das ist wichtig“, sagte der Bayern-Trainer.

Den zentralen Unterschied zwischen beiden Rollen verortet Kompany damit in der Arbeit gegen den Ball. Im Spiel nach vorn soll Olise dagegen keiner festen Zone zugeordnet sein. Das deckt sich mit dem, was der Franzose auf dem Platz ohnehin zeigt.
Beginnt Olise nominell außen rechts, wandert er regelmäßig in die Halbräume und in die Mitte. Von dort sucht er den Abschluss, bedient Mitspieler oder setzt zum Dribbling an. Kompany stehen in der Offensive mehrere Spieler zur Verfügung, die verschiedene Positionen ausfüllen können.
Keine Ankündigung einer dauerhaften Umstellung
Diese Variabilität erlaubt es dem Trainer, Rollen auch innerhalb einer Partie zu tauschen. Eine feste Versetzung Olises ins Zentrum kündigte Kompany mit seinen Aussagen jedoch nicht an. Beide Optionen bleiben demnach offen.
Für Olise selbst dürfte zweitrangig sein, an welcher Stelle des Aufstellungsbogens sein Name auftaucht – rechts oder zentral. Kompanys Ansatz zielt darauf, den 24-Jährigen möglichst oft in Situationen zu bringen, in denen er den Unterschied macht. Welche Position er in den kommenden Partien einnimmt, ließ der Trainer offen.









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