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Matthäus über Karius und Klopp: „Vergangenheit sollte in der Schublade bleiben"
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Matthäus über Karius und Klopp: „Vergangenheit sollte in der Schublade bleiben"

Loris Karius darf sich zumindest leise Hoffnungen auf eine DFB-Nominierung machen. Lothar Matthäus würde es dem Schalker gönnen.

Am Donnerstag nominiert der neue Bundestrainer Jürgen Klopp seinen ersten Kader für die Nationalmannschaft. In der Nations League stehen Duelle mit den Niederlanden, zweimal Griechenland und Serbien an. In seiner Sky-Kolumne äußerte sich Rekordnationalspieler Matthäus über einige spannende Personalien und nannte auch den Schalker Keeper als Kandidaten.

Als Nummer eins kann sich der 65-Jährige Marc-Andre ter Stegen vorstellen, der bei Ajax auf dem Weg zu alter Klasse ist. Dahinter könnte sich Karius einreihen. „Wenn man nach Leistung geht, hat auch Karius gute Chancen. In der vergangenen Saison hat er überragend gehalten und hatte maßgeblichen Anteil an Schalkes Aufstieg. In der Bundesliga zeigt er, dass er nichts verlernt hat“, betonte Matthäus und fügte an: „Die Vergangenheit, die er mit Klopp in Liverpool erlebt hat, sollte in der Schublade bleiben.“ Zuletzt wurde über ein „abgekühltes Verhältnis“ zwischen den beiden berichtet.

Klopp und Karius mit bewegter Vergangenheit

Unter dem neuen Bundestrainer spielte Karius einst für die Reds und war zunächst Klopps Nummer eins zwischen den Pfosten. Beim Champions-League-Finale 2018 patzte der Torhüter jedoch zweimal folgenschwer gegen Real Madrid, Liverpool verlor das Endspiel mit 1:3.

Nach der bitteren Niederlage verpflichtete der Traditionsklub den Brasilianer Alisson für 75 Millionen Euro von der Roma. Noch heute steht der zu dem Zeitpunkt teuerste Torwart der Welt zwischen den Pfosten an der Anfield Road. Karius‘ Karriere erlitt durch die Nacht von Kiew dagegen einen schweren Rückschlag. Bei Besiktas war er zwar als Leihspieler zwei Jahre Stammkeeper, blieb nach seiner Rückkehr zu Liverpool jedoch außen vor. Auch bei Union Berlin und Newcastle United kam er nicht über die Rolle des Ersatzkeepers hinaus.

Loris Karius
Foto: IMAGO

Nach einem halben Jahr ohne Verein unterschrieb Karius im Januar 2025 auf Schalke. In der Aufstiegssaison wurde er als Nummer eins zum Leistungsträger unter Miron Muslic und konnte auch in der Bundesliga bisher vollends überzeugen.

Bis zur U21 lief der Torhüter mit dem Adler auf der Brust auf. Schon zu Mainzer Zeiten galt er als Kandidat für die A-Nationalmannschaft, wartete aufgrund starker Konkurrenten jedoch vergeblich auf einen Anruf des damaligen Bundestrainers Joachim Löw.

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