Nick Woltemade steht bei Juventus Turin bereits früh in der Kritik. Nach gerade einmal zwei Joker-Einsätzen wird der deutsche Stürmer von der italienischen Presse hart angegangen. Besonders die Gazzetta dello Sport findet deutliche Worte für den Neuzugang.
Woltemade wechselte erst am letzten Tag der Transferperiode von Newcastle United auf Leihbasis zu Juventus. Viel Zeit zur Eingewöhnung hatte der 24-Jährige deshalb noch nicht. Gegen die AC Mailand kam er 16 Minuten zum Einsatz, bei der 2:3-Niederlage gegen Sassuolo folgten weitere 30 Minuten.
In beiden Partien hatte der Angreifer eine gute Möglichkeit, konnte diese jedoch nicht nutzen. Genau daran entzündet sich nun die Kritik aus Italien.
Die Gazzetta dello Sport bemängelt vor allem Woltemades fehlende Klarheit in entscheidenden Situationen. Der Stürmer habe Schwierigkeiten, sich in die Mannschaft einzufügen, und bislang nicht den Unterschied ausmachen können.
„Dem Deutschen fehlt es an Präzision“
Besonders hart fällt das Fazit nach der Partie gegen Sassuolo aus: „Woltemade vergibt: Dem Deutschen fehlt es an Präzision, und er macht alles falsch.“ Auch sein Offensivkollege Randal Kolo Muani, der ebenfalls noch auf seinen ersten Treffer wartet, wurde kritisiert.
Dabei steht Woltemade erst seit rund zwei Wochen bei Juventus unter Vertrag. Zudem kommt der deutsche Nationalspieler bislang lediglich auf 46 Einsatzminuten. Die Schärfe der Kritik überrascht daher durchaus.
Allerdings ist die Offensive der Turiner insgesamt noch nicht in Form. Nach vier Spieltagen steht Juventus bei sieben Punkten, während die Angreifer bislang kaum für Torgefahr sorgen.
„Vier Spiele und kein einziges Tor, dazu diverse Szenen, die bei Fans der Konkurrenz schnell als spöttische Social-Media-Clips die Runde machten. Ungeschickte Ballannahmen, missglückte Hackentricks, die beim Gegner landeten, und – was besonders schwer wiegt – kaum gefährliche Torchancen. Nein, so kann es nicht weitergehen. Der Angriff von Juventus funktioniert nicht“, schreibt die italienische Zeitung.

Auch der Corriere dello Sport nimmt Woltemade ins Visier. Gemeinsam mit Kolo Muani, Alajbegovic und Lucumi wird er zu den Neuzugängen gezählt, die bislang hinter den Erwartungen zurückbleiben: „Wie ärgerlich ist es, wenn sich ausgerechnet die Neuzugänge, denen man monatelang hinterhergejagt ist (und für die man viel zu viel bezahlt hat), als die größten Enttäuschungen der Truppe erweisen?“
Für den ehemaligen Stuttgarter heißt es trotzdem: Geduld bewahren. Woltemade muss sich nach seinem späten Wechsel zunächst an seine neue Mannschaft und den italienischen Fußball gewöhnen. Die ersten kritischen Stimmen aus Turin dürften den Druck auf den 24-Jährigen dennoch bereits erhöhen.









Kommentare