Nach zahlreichen Gerüchten ist ein erneutes Sancho-Comeback beim BVB vom Tisch. Lars Ricken erklärt, welche Gründe gegen eine Rückkehr des früheren Dortmund-Stars sprachen.
Eine erneute Rückkehr von Jadon Sancho zu Borussia Dortmund war im vergangenen Transfersommer immer wieder Thema. Obwohl sich viele Fans ein weiteres Comeback des Engländers gewünscht hatten, entschied sich der BVB bewusst gegen eine Verpflichtung. Sport-Geschäftsführer Lars Ricken hat nun ausführlicher erklärt, welche Überlegungen dahintersteckten.
Für die Verantwortlichen ging es vor allem darum, den Kader weiterzuentwickeln und neue Spieler in den Mittelpunkt zu rücken. „Mir war es ein Stück weit wichtig, jetzt neue Gesichter, neue Geschichten, neue Identifikationsfiguren reinzuholen“, sagte Ricken im Gespräch mit der BILD. Statt erneut auf Sancho zu setzen, verpflichtete Dortmund unter anderem Giannis Konstantelias, Konstantinos Karetsas und Ethan Nwaneri.
Dabei spielten nicht ausschließlich sportliche Gründe eine Rolle. Ricken befürchtete auch, dass die enorme öffentliche Aufmerksamkeit rund um Sancho andere Themen beim BVB überlagern könnte. „Jadon hat so eine Wucht“, erklärte der Geschäftsführer. Selbst wenn der 26-Jährige nicht regelmäßig zum Einsatz gekommen wäre, hätte seine Situation aus Rickens Sicht für dauerhafte Diskussionen gesorgt.
BVB setzt statt Jadon Sancho auf neue Gesichter
Darüber hinaus hätte ein Sancho-Transfer Auswirkungen auf die Zusammensetzung des gesamten Kaders gehabt. „In der Konsequenz müsstest du dann gucken: Verkaufst du einen Fabio Silva?“, schilderte Ricken eine der möglichen Folgen. Auch die Einsatz- und Entwicklungschancen junger Dortmunder Spieler wären bei einer weiteren prominenten Verpflichtung möglicherweise kleiner geworden.

Trotz der personellen Probleme in der Offensive ist eine kurzfristige Rückkehr Sanchos offenbar ebenfalls kein Thema. Trainer Niko Kovac sieht den BVB nach den Transferaktivitäten ausreichend besetzt. „Der Kader ist sowieso sehr groß, wir haben ungefähr 26 Feldspieler und viele junge Spieler“, erklärte der Coach.
Sancho wäre grundsätzlich weiterhin verfügbar, da er nach seinem Abschied von Manchester United vereinslos ist. Die Dortmunder Linie ist jedoch klar: Statt ein weiteres Kapitel mit dem früheren BVB-Star aufzuschlagen, setzt der Klub derzeit auf neue Gesichter und die Entwicklung seines bestehenden Personals.










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