Footy
Ein HSV-Profi überragt alle: Die Einzelkritik zum Sieg über Köln
Nur die RauteNur die Raute·VonPhilipp Overhoff

Ein HSV-Profi überragt alle: Die Einzelkritik zum Sieg über Köln

Der erhoffte Befreiungsschlag ist gelungen. Mit einem 2:1 über den 1. FC Köln feierte der HSV den ersten Sieg in dieser Saison.

Dosenöffner war das Tor von Nicolas Capaldo, der die Rothosen kurz vor der Pause (44.) mit 1:0 in Führung brachte. Gegen bis dahin überlegene Kölner fand der HSV anschließend besser in die Partie und erhöhte durch den eingewechselten Yussuf Poulsen (50.) auf 2:0. Der späte Anschlusstreffer von Ragnar Ache (90.) ließ das Volksparkstadion zwar kurzzeitig zittern, doch letztlich konnten sich die Hamburger zusammen mit ihrem Fans über einen unfassbar wichtigen Heimsieg freuen.

Der HSV gegen Köln in der Einzelkritik:

Daniel Heuer Fernandes: Der Mann der ersten Halbzeit. Gegen Moore, El Mala und vor allem beim Kopfball von Dallinga parierte er glänzend. Auch nach dem Wiederanpfiff mehrfach stark zur Stelle und beim Kopfball von Ache chancenlos. Note: 2

Zakaria El Ouahdi (bis 77.): Im Zusammenspiel mit Capaldo machte er einen deutlich gefestigteren Eindruck als noch in Leipzig. Im Duell mit El Mala behielt er zumeist die Oberhand. Außerdem ein Vorbild an Energie und Einsatzbereitschaft. Note: 2-

Nicolas Capaldo: Auch der Vize-Kapitän zeigte sich nach ungewohnter Formdelle deutlich verbessert. Ganz wichtige Klärungsaktion in der 24. Minute. Sein Treffer zum 1:0 (44.) war die verdiente Belohnung für einen starken Auftritt, den er folgerichtig als „Man of the Match“ beendete. Note: 1-

Jordan Torunarigha: Legte eine enorme Einsatzbereitschaft an den Tag und war sichtlich bemüht, die schwachen Vorwochen vergessen zu lassen. Das gelang über weite Strecken. Note: 2-

Warmed Omari: Gleiches galt auch für den Komoren. Defensiv stabil, dafür nicht mehr mit der Aufbauqualität, die ihn noch zu Beginn der vergangenen Saison ausgezeichnet hatte. Im vergleich zu seinen Nebenmännern fiel er etwas ab. Note: 3-

Warmed Omari
Foto: IMAGO

David Möller Wolfe (bis 77.): Offensiv nur wenig eingebunden. Sammelte in der ersten Halbzeit gerade einmal zehn Ballkontakte, einer mündete in einer verunglückten Hereingabe. Deutete mit einem perfekt getimten Ball vor dem 2:0 (50.) aber an, über welches Potenzial er verfügt. Note: 3

Nicolai Remberg: Unauffälliger, wenn auch solider Auftritt. Per Kopf hätte er beinahe auf 3:0 (55.) gestellt. Note: 3-

Sambi Lokonga (bis 90.): Gleich mehrfach verzeichnete er wichtige Ballgewinne, die Rückwärtsbewegung stimmte. Qua defensiver Ausrichtung konnte er seine Stärken im Passspiel aber nur selten einbringen. Hinzu kamen einige Ungenauigkeiten. Note: 4+

Fabio Vieira: Nach unauffälliger erster Halbzeit definitiv mit Reaktion. Seine beste Szene war ein Freistoß, den Schwäbe gerade so über die Latte lenkte (79.). Trotzdem ist er noch nicht ganz der Spieler der letzten Saison. Die dreiwöchige Länderspielpause wird ihm gut tun. Note: 3

Albert Grønbaek (bis 67.): Eine Leistung mit ein wenig Schatten und viel Licht. Trat lange wenig in Erscheinung und traf Entscheidungen oftmals falsch oder zu spät. Die beiden Torvorlagen (44. und 50.) werden ihm umso besser tun. Insbesondere der Ball auf Poulsen vor dem 2:0 war herausragend. Note: 2-

Terem Moffi (bis 46.): Jegliche Bindung zum HSV-Spiel fehlt im auch weiterhin. Insgesamt nur fünfmal am Ball und auch in der Luft noch nicht die gewünschte Verstärkung. Die Auswechslung zur Pause war folgerichtig. Note: 5

So spielten die HSV-Joker:

Yussuf Poulsen (ab 46.): Nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung mit dem zweiten Pflichtspieltreffer (50.) für den HSV. Hatte nach enormer Energieleistung zudem das 3:0 (69.) auf dem Fuß. Eine herausragende Joker-Darbietung. Note: 2

Patson Daka (ab 67.): Nach Einwechselung ohne die ganz großen Szenen. Sein Tempo kann in Umschaltmomenten aber definitiv zur Waffe werden. Note: Ohne Bewertung

Louis Lemke (ab 67.): Zeigte mit einer präzisen Hereingabe auf Vieira, dass er definitiv kicken kann. Auch er besaß einen Anteil am ersten Saisonsieg. Note: Ohne Bewertung

Bakery Jatta (ab 77.): Ebenfalls mit leidenschaftlicher Verteidigungsarbeit in den Schlussminuten. Note: Ohne Bewertung

Martin Adeline (ab 90.): Der kürzeste Auftritt des Tages. Note: Ohne Bewertung

Quelle: Nur die RauteZum Original

Kommentare