Luis Díaz wartet beim FC Bayern seit Wochen auf einen Treffer. Der Kolumbianer hat zuletzt selbst durchblicken lassen, dass ihm ein zusätzlicher Spieler für seine Position gefallen hätte. Sportvorstand Max Eberl sieht das anders.
Beim 7:0 gegen Union Berlin traf fast die komplette Offensive: Michael Olise dreifach, Harry Kane doppelt, dazu Jamal Musiala und Ismael Saibari. Díaz ging leer aus, ein Treffer von ihm zählte wegen Abseits nicht.
Sein bislang letztes Tor für die Münchner gelang ihm zum Bundesliga-Auftakt gegen Stuttgart. Zuletzt ließ er mehrere hochkarätige Gelegenheiten liegen. Nun legt er eine Pause ein: Gemeinsam mit Kolumbiens Nationaltrainer Néstor Lorenzo entschied er, die anstehenden Länderspiele auszulassen.
Eberl bewertet die Phase gelassen. „Einige wären froh, wenn sie so eine Delle hätten wie er“, sagte der Sportvorstand. Zunächst gehe Díaz in den Urlaub, danach stehe ein individuelles Programm an.
Eberl antwortet mit einer Gegenfrage
Brisanz bekommt das Thema durch Aussagen des Angreifers selbst. „Natürlich will ich immer spielen. Aber wenn jemand da ist, der auf meiner Position helfen kann: Herzlich willkommen“, sagte Díaz und ergänzte, ein solcher Mitspieler helfe gerade in schwierigen Phasen sehr.

Einen gelernten Ersatzmann für die linke Außenbahn hat der Kader derzeit nicht, weil Arijon Ibrahimovic kurz vor Transferschluss nach Augsburg verliehen wurde. Auf die Frage nach einem möglichen Wintertransfer reagierte Eberl nach der Partie mit einer Rückfrage: „Von wo hat Isi heute sein Tor geschossen?“
Vielseitigkeit soll die Lücke schließen
Gemeint war Saibari, der für Díaz eingewechselt wurde und sein erstes Tor für den Klub über die linke Seite erzielte. Ein klassischer Flügelspieler ist der Sommerzugang zwar nicht, er kann in der Offensive aber mehrere Rollen ausfüllen. Als weitere Option für links bietet sich Serge Gnabry an, der beim Union-Spiel sein Comeback gab.
In der vergangenen Saison kam Díaz in 51 Spielen für Bayern auf 26 Tore und 23 Vorlagen. Im Dezember 2025 hatte Vincent Kompany ihn schon einmal für einige Tage weggeschickt, damit er „mental und physisch wieder hundert Prozent zurückkommt“. Ob der Klub im Winter auf der Außenbahn nachlegt, ist offen.










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