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„Man will ihn nicht verärgern“: Hamann äußert pikanten Olise-Verdacht
FCBinsideFCBinside·VonVjekoslav Keskic

„Man will ihn nicht verärgern“: Hamann äußert pikanten Olise-Verdacht

Michael Olise lässt beim FC Bayern derzeit vor allem seine Leistungen sprechen. Interviews gehören dagegen weiterhin nicht zu den Lieblingsbeschäftigungen des Franzosen. Selbst nach seinem Dreierpack beim 7:0 gegen Union Berlin wollte der Offensivstar nicht vor die TV-Kameras treten. Didi Hamann hat nun eine interessante Theorie, warum die Münchner diese Zurückhaltung akzeptieren.

Olise gilt seit seinem Wechsel nach München als äußerst medienscheu. Während andere Bayern-Stars regelmäßig für Interviews zur Verfügung stehen, hält sich der 24-Jährige öffentlich auffällig zurück.

Hamann glaubt, dass die Verantwortlichen durchaus Interesse daran hätten, Olise stärker in die Pflicht zu nehmen. Gleichzeitig könnte die Vertragssituation des Franzosen dabei eine Rolle spielen.

„Man will ihn nicht verärgern“

Bei Sky erklärte Hamann: „Die Frage ist, was die Bayern irgendwann sagen. Ich habe das Gefühl: Der verweigert ja alles. Wenn man sich Kane anschaut, der ist ja ein Sympathieträger. Von Olise wissen wir wenig bis nichts. Die Frage ist, ob dann nicht der Verein mal sagt: ‚Pass auf: Du willst das und das verdienen, dafür musst du aber auch mal ein Interview geben.’ Man will ihn nicht verärgern, weil man ja den Vertrag verlängern will.“

Für Hamann befindet sich der Rekordmeister deshalb in einer schwierigen Situation. Einerseits könnte der Klub mehr öffentliche Präsenz von einem seiner wichtigsten Spieler erwarten, andererseits wolle man offenbar keinen unnötigen Konflikt provozieren.

„Der Verein ist in einer Zwickmühle und würde gern mal sagen: ‚So geht das hier nicht.’ Auf der anderen Seite wollen sie es nicht machen, weil sie sonst denken, die Chancen auf eine Vertragsverlängerung werden geringer.“

Dabei machte Hamann auch deutlich, dass ihn Olises Verhalten persönlich nicht stört: „Mir persönlich macht es nichts aus.“

Dreesen sieht bei Olise keinen Zeitdruck

Michael Olise
Foto: Getty Images

Ob die Bayern tatsächlich aus Rücksicht auf mögliche Vertragsgespräche auf öffentlichen Druck verzichten, ist allerdings reine Spekulation Hamanns. Konkrete Hinweise darauf gibt es nicht.

Olise steht in München noch bis 2029 unter Vertrag. Eine Ausstiegsklausel besitzt sein aktuelles Arbeitspapier nicht. Trotz des internationalen Interesses befinden sich die Bayern deshalb in einer komfortablen Position.

Auch Vorstandschef Jan-Christian Dreesen hatte zuletzt betont, dass aktuell noch gar nicht über eine Verlängerung verhandelt wird. „Aktuell gibt es keine Gespräche. Michael hat noch einen Vertrag bis 2029. Da gibt es keinen Grund, jetzt in irgendeiner Form überhastet zu sein oder sich zu beeilen.“

Sportlich liefert Olise ohnehin Argumente genug. Nach seinem Dreierpack gegen Union steht er in dieser Saison bereits bei elf Scorerpunkten nach sieben Pflichtspielen.

Ob er künftig auch abseits des Rasens häufiger das Wort ergreift, bleibt abzuwarten. Hamanns Vermutung liefert zumindest eine mögliche Erklärung dafür, warum die Bayern mit der öffentlichen Zurückhaltung ihres Superstars bislang offenbar gelassen umgehen.

Quelle: FCBinsideZum Original

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