Nach dem perfekten Saisonstart grüßt der BVB von der Tabellenspitze. Lars Ricken nutzt den starken Auftakt für eine klare Botschaft an den FC Bayern.
Borussia Dortmund hat einen perfekten Start in die neue Bundesliga-Saison hingelegt. Nach vier Spieltagen stehen vier Siege und zwölf Punkte zu Buche. Durch das hart erkämpfte 1:0 beim VfB Stuttgart übernahm der BVB die Tabellenführung und liegt nun zwei Zähler vor dem FC Bayern. Erstmals seit 1212 Tagen grüßen die Dortmunder damit wieder von Platz eins.
Für Sport-Geschäftsführer Lars Ricken ist die aktuelle Situation durchaus Anlass, selbstbewusst auf die Konkurrenz zu blicken. Vor allem in Richtung München formulierte der 50-Jährige eine kleine Kampfansage: „Für die Bayern wollen wir natürlich auch herausfordernd sein. Es geht auch schon mal darum, die Bayern ein bisschen zu ärgern, dass sie eben noch nicht da stehen, wo sie sich selber sehen.“
Grund für das gestiegene Selbstvertrauen ist nicht nur die makellose Punkteausbeute. Besonders der Auftritt in Stuttgart zeigte, dass die Mannschaft von Trainer Niko Kovac inzwischen auch enge Begegnungen für sich entscheiden kann. Maximilian Beier erzielte den entscheidenden Treffer, anschließend verteidigte Dortmund die knappe Führung erfolgreich.
Vier BVB-Siege: Ricken spricht über die Meisterschaft
Ricken gefiel dabei vor allem die Widerstandsfähigkeit seiner Mannschaft. „Ich glaube, wir haben den Stresstest bestanden“, erklärte der BVB-Boss nach der Partie. Gleichzeitig lobte er die Art und Weise, wie sich die Dortmunder gegen den VfB behaupteten: „Ich habe eine Mannschaft gesehen, die sich gewehrt hat.“

Von einer vorzeitigen Meisterschaftsansage möchte in Dortmund trotz des gelungenen Saisonstarts allerdings niemand etwas wissen. Schließlich ist erst ein kleiner Teil der Spielzeit absolviert. Entsprechend mahnte Ricken: „Wir sollten jetzt nicht schon ganz auf den Mai gucken.“
Dennoch liefert der Saisonbeginn Argumente dafür, dass der BVB in dieser Spielzeit näher an den Münchnern bleiben könnte. Vier Siege aus den ersten vier Begegnungen waren Dortmund zuletzt vor elf Jahren gelungen. Nun geht die Borussia als Tabellenführer in die Länderspielpause. Ob daraus tatsächlich ein dauerhaftes Duell mit den Bayern entsteht, müssen die kommenden Wochen und Monate zeigen.











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