Paris Brunner sorgt bei der AS Monaco derzeit mit starken Leistungen für Aufsehen. In sieben Pflichtspielen kommt der 20-Jährige bereits auf sechs Treffer. Für eine Einladung in den ersten XXL-Kader von Bundestrainer Jürgen Klopp reichte das allerdings nicht. Stattdessen wurde Brunner erstmals für die deutsche U21 nominiert. Nun könnte dem DFB ein Kampf um den ehemaligen Dortmunder bevorstehen.
Wie der kicker unter Berufung auf Stimmen aus der Demokratischen Republik Kongo berichtet, soll Brunner einem Wechsel des Nationalverbandes zumindest „nicht abgeneigt“ gegenüberstehen. Aufgrund seiner familiären Wurzeln könnte der gebürtige Dortmunder künftig für das Heimatland seiner Mutter auflaufen.
Das Interesse ist offenbar keineswegs neu. Der kongolesische Verband soll bereits seit Monaten um den Angreifer werben und in ihm einen möglichen Nachfolger von Cedric Bakambu sehen. Der inzwischen 35-Jährige spielt dem Bericht zufolge in den langfristigen Planungen von Nationaltrainer Sebastien Desabre mit Blick auf die WM 2030 keine Rolle mehr.
Brunner hat beim DFB prominente Fürsprecher

Für den DFB wäre ein Verbandswechsel durchaus schmerzhaft. Brunner gehörte in den vergangenen Jahren zu den herausragenden Spielern der deutschen Nachwuchsmannschaften.
Mit der U17 gewann er sowohl die Europameisterschaft als auch die Weltmeisterschaft. In 25 Partien für diese Altersklasse gelangen ihm 20 Treffer. Auch anschließend setzte er seine starke Quote fort und erzielte für die deutsche U20 acht Tore in lediglich vier Einsätzen.
Dass Brunner nun erstmals für die U21 nominiert wurde, zeigt allerdings, dass der DFB weiterhin mit ihm plant. Auch Klopp verfolgt die Entwicklung des Monaco-Stürmers.
Bei seiner Pressekonferenz zur Bekanntgabe des neuen Nationalmannschaftskaders wurde der Bundestrainer auf Brunners starken Saisonstart angesprochen.
„Ich habe nicht mit ihm gesprochen, aber ich kenne Paris – und Hannes Wolf, der bei uns im Trainerteam ist, ist ein großer Befürworter“, erklärte Klopp. Wolf kennt Brunner aus dem Nachwuchsbereich und fungiert beim DFB als Leiter der Nachwuchsteams.
Klopp lobt Brunners sportliche Entwicklung
Auch Klopp selbst äußerte sich positiv über die jüngsten Leistungen des Angreifers. Brunner habe „das ganz toll gemacht bis hierhin“, erklärte der Bundestrainer – ehe er mit Blick auf dessen jüngste Schlagzeilen schmunzelnd ergänzte: „… das Fußballerische“.
Damit spielte Klopp auf Brunners umstrittenen Torjubel an. Der 20-Jährige hatte einen Treffer zuletzt mit einer Kopf-ab-Geste gefeiert und damit für Diskussionen gesorgt.
Sportlich läuft es für den früheren BVB-Profi dagegen hervorragend. Seine sechs Tore in sieben Pflichtspielen für Monaco dürften auch beim DFB registriert worden sein. Für Klopps ersten A-Kader reichte es dennoch nicht.
Ob Brunner deshalb tatsächlich einen Verbandswechsel ernsthaft in Betracht zieht, bleibt abzuwarten. Mit seiner erstmaligen Berufung in die U21 besitzt er weiterhin eine klare Perspektive im deutschen Nationalteam. Gleichzeitig wirbt die DR Kongo offenbar intensiv um den Torjäger.
Für den DFB könnte es deshalb wichtig werden, Brunner langfristig von seiner Perspektive in Deutschland zu überzeugen.









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