Nach dem Traumstart des BVB wächst die Hoffnung auf eine besondere Saison. Lothar Matthäus traut den Dortmundern inzwischen deutlich mehr zu.
Borussia Dortmund ist mit einem starken Lauf in die neue Saison gestartet und hat nun auch eine schwierige Aufgabe beim VfB Stuttgart gemeistert. Das 1:0 unterstreicht den gelungenen Saisonbeginn der Mannschaft von Trainer Niko Kovac. Auch Lothar Matthäus zeigt sich von der bisherigen Entwicklung beeindruckt – und hält beim BVB inzwischen mehr für möglich.
Den entscheidenden Treffer in Stuttgart erzielte Maximilian Beier in der 70. Minute. Neben den drei Punkten dürfte Kovac besonders gefallen haben, dass seine Mannschaft defensiv erneut stabil auftrat. Matthäus hob genau diesen Aspekt hervor: „Die Null steht. Das ist bei Niko so ein bisschen in Stein gemeißelt und auch sehr, sehr wichtig, um Spiele zu gewinnen.“
Der Rekordnationalspieler sieht bei den Dortmundern allerdings nicht nur defensive Fortschritte. Für ihn hat sich auch die Zusammensetzung der Mannschaft verändert. „Sie sind als Mannschaft anders zusammengestellt als in den letzten Jahren: junge, frische, schnelle und dribbelstarke Spieler. Dass sie solche Spiele wie heute in Stuttgart gewinnen können, macht die Mannschaft gefährlich für die Bayern. Es ist nicht einfach, hier zu gewinnen, und sie holen die Punkte.“, erklärte der 65-Jährige bei Sky.
BVB mit starkem Signal im Meisterschaftskampf
Dass der BVB nun auch in Stuttgart gewinnen konnte, wertet Matthäus als wichtiges Signal. Auf die Frage, was möglich sei, wenn Dortmund solche Partien für sich entscheidet, antwortete er: „… ist in dieser Saison vielleicht mehr möglich als die Vizemeisterschaft.“

Eine konkrete Kampfansage an den FC Bayern wollte Matthäus daraus allerdings noch nicht ableiten. Dafür sei die Saison noch nicht weit genug fortgeschritten. Dennoch dürfte auch in München registriert werden, wie konstant Dortmund derzeit punktet. „Bayern denkt zwar in erster Linie an sich selbst, an ihre Qualität und ihre Stärken. Aber natürlich bleibt es nicht verborgen, dass Dortmund einen Superstart hingelegt hat“, sagte Matthäus.
Trotz der starken Ergebnisse sieht der BVB selbst noch Verbesserungspotenzial. Geschäftsführer Lars Ricken betonte, dass die Mannschaft bislang nicht durchgehend dominant aufgetreten sei. Entscheidend wird sein, ob die junge Dortmunder Mannschaft ihre Stabilität über einen längeren Zeitraum bewahren kann. Gelingt das, könnten die bisherigen Saisonziele schon bald neu bewertet werden.










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