Auch das zweite Heimspiel des FC Schalke 04 nach der Rückkehr in die Bundesliga endete ohne Tore. Durch das 0:0 gegen die SV Elversberg stehen die Königsblauen nach vier Spieltagen bei fünf Punkten. Mit dem Saisonstart kann der Aufsteiger grundsätzlich zufrieden sein – die Bewertung der jüngsten Nullnummer fiel innerhalb der Mannschaft allerdings unterschiedlich aus.
Edin Dzeko konnte mit dem Punkt leben. Der Angreifer stand erstmals seit dem Bundesliga-Aufstieg in der Schalker Startelf und verwies anschließend auf die Bedeutung jedes einzelnen Zählers im Kampf um den Klassenerhalt.
„Wenn du nicht gewinnen kannst, darfst du zumindest nicht verlieren. Jeder Punkt ist wichtig, den Zähler nehmen wir deshalb mit und müssen am Ende mit dem Unentschieden zufrieden sein“, erklärte Dzeko auf der Vereinshomepage.
Karaman spricht von verlorenen Punkten
Kapitän Kenan Karaman bewertete das Ergebnis deutlich kritischer. Der 32-Jährige hatte sich gegen Elversberg mehr ausgerechnet und machte bei „DAZN“ keinen Hehl aus seiner Enttäuschung.
„Ich ärgere mich schon über den Punkt“, betonte Karaman. Für den Offensivspieler fühlte sich das Unentschieden sogar „wie verlorene Punkte“ an. Schalke hatte vor heimischer Kulisse auf den nächsten Sieg gehofft, schaffte es aber zu selten, die gegnerische Defensive ernsthaft unter Druck zu setzen.
Soufiane El-Faouzi teilte dagegen eher die Einschätzung von Dzeko. Der Mittelfeldspieler sah eine ausgeglichene Begegnung, in der beide Mannschaften ihre Möglichkeiten hatten. „Es ging hin und her zwischen beiden Mannschaften. Dementsprechend denke ich, dass der Punkt für beide verdient ist“, erklärte der 24-Jährige.
Mit Blick auf die ersten vier Spieltage überwog bei El-Faouzi deshalb die Zufriedenheit. „Wir hätten gerne die drei Punkte zu Hause behalten, können aber auch so stolz auf uns sein, mit fünf Punkten in die Länderspielpause zu gehen. Wir haben nur eins der ersten vier Spiele verloren, das ist eine gute Bilanz. Nach der Pause greifen wir wieder an.“
Muslic vermisst die letzte Konsequenz
Auch Miron Muslic ordnete die Punkteteilung als leistungsgerecht ein. Der Schalker Cheftrainer sah vor allem im Spiel nach vorne noch Verbesserungspotenzial. Seine Mannschaft habe aussichtsreiche Situationen vorbereitet, diese jedoch nicht konsequent genug ausgespielt.
„Ich glaube, der Punkt geht in Ordnung. Wir waren heute nicht sauber genug beim vorletzten Pass – haben die Momente im Vorfeld, gerade in der ersten Halbzeit, aber gut vorbereitet. Die letzte Konsequenz hat dann gefehlt“, analysierte Muslic.
Zufrieden war der 44-Jährige dagegen mit der Defensivleistung seiner Mannschaft. Schalke ließ gegen einen spielstarken Gegner nur wenig zu und blieb bereits zum zweiten Mal in der noch jungen Saison ohne Gegentreffer.
„Elversberg besitzt auch die Qualität, viele Torchancen zu kreieren. Das haben wir ebenfalls nicht zugelassen und in entscheidenden Aktionen sehr klar und konsequent verteidigt“, lobte Muslic seine Mannschaft.
Schalke besitzt noch Steigerungspotenzial
Mit fünf Punkten aus den ersten vier Spielen hat sich der Aufsteiger zunächst eine ordentliche Ausgangslage verschafft. Schalke kassierte lediglich eine Niederlage und erwies sich defensiv als schwer zu überwinden. Genau darauf möchte Muslic in den kommenden Wochen aufbauen.
„Wir haben fünf Punkte auf dem Konto und zweimal die Null gehalten. Es ist nicht einfach, gegen uns einen Treffer zu erzielen. Darauf können wir aufbauen“, erklärte der Trainer, der mit der ersten Zwischenbilanz „sehr zufrieden“ ist.
Gleichzeitig sieht Muslic seine Mannschaft noch nicht am Leistungsmaximum. Mehrere Spieler befinden sich nach seiner Einschätzung weiterhin auf dem Weg zu ihrer besten Verfassung. „Mehrere Jungs sind noch nicht bei 100 Prozent, die können wir aber nur erreichen, wenn sie im Spielrhythmus sind. Da werden wir uns in den nächsten Wochen noch steigern. Die Länderspielpause werden wir optimal nutzen.“
Schalke geht damit trotz des verpassten Heimsiegs mit einem grundsätzlich guten Gefühl in die erste Länderspielpause. Die stabile Defensive bildet eine verlässliche Basis. In der Offensive müssen die Königsblauen allerdings noch zielstrebiger werden, wenn aus ordentlichen Auftritten künftig häufiger drei Punkte entstehen sollen.









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