Aus einem 2:1 gegen Heidenheim wird ein ebenso knapper Sieg gegen Köln. Der HSV erlebte am vierten Spieltag ein seltsames Déjà-vu.
Manchmal schreibt der Fußball tatsächlich die verrücktesten Geschichten – und manchmal sind es solche, die auf Anhieb gar nicht zu erkennen sind. Gehen wir ins Detail, bemerken wir aber schnell, dass der Hamburger SV am vierten Spieltag dieser Saison ein absolutes Déjà-vu erlebt hat. Nach den teils desaströsen Niederlagen gewannen die Rothosen gegen den FC Köln das erste Spiel und erzielten ihre ersten beiden Bundesligatore.
Der Gegner hieß anders, und dennoch sind ganz verrückte Parallelen zum vierten Spieltag der vergangenen Saison zu erkennen. Damals ging es gegen den FC Heidenheim. Nach einem 0:0 in Gladbach am ersten Spieltag und zwei Niederlagen in Folge gegen den FC St. Pauli (0:2) und in München (0:5 aus HSV-Sicht) gelang auch dort beim zweiten Heimspiel der erste Sieg. Genau wie in diesem Jahr war man bis dato ohne Tor und ohne Sieg. Nur einen Punkt mehr hatte die Polzin-Elf im vergangenen Jahr auf dem Konto.
Heuer Fernandes rettet sein Team
Aber nicht ausschließlich der Ausgang, sondern auch das Spiel an sich lief erschreckend ähnlich. In der Anfangsphase war es gegen Heidenheim einzig und allein den starken Paraden von Keeper Daniel Heuer Fernandes zu verdanken, dass der HSV nicht in Rückstand geriet. Auch gegen Köln griff der zuverlässige Schlussmann unter anderem gegen Moore, El Mala und Dallinga ein und verhinderte die frühe Ernüchterung.

Luka Vušković sorgte im vergangenen Jahr noch vor der Pause für die eher schmeichelhafte und zu dem Zeitpunkt nicht unbedingt verdiente Führung (42.). Gegen Köln hieß der Held dieses Mal Nicolas Capaldo: Drei Minuten vor dem Ende der Halbzeit brachte er die Kugel nach einer Ecke im Tor unter. Der Jubel war beide Male riesig und das gilt wohl auch für die Erleichterung. Bemerkenswert ist außerdem, dass in beiden Fällen ein Verteidiger nach einem Standard für das erste Saisontor des Klubs aus dem hohen Norden sorgte.
HSV steigert sich und muss trotzdem zittern
Zweimal bebte das Volksparkstadion an einem vierten Spieltag also auf diese Weise zum ersten Mal. Und auch nach dem Pausentee nahmen beide Partien einen ähnlichen Lauf. Der HSV stabilisierte sich langsam, aber sicher und spielte nun mehr und mehr nach vorne. Während sowohl Heidenheim im letzten als auch Köln in diesem Jahr jeweils gute Chancen auf den Ausgleich liegen ließen, erhöhte der HSV. Gegen den FCH servierte Vieira für Philippe (59.), gegen Köln ging es zuletzt noch schneller: Joker Poulsen traf zum ebenfalls viel umjubelten 2:0.

In beiden Partien gelang es dem HSV nicht, den ersten Saisonsieg gelassen über die Zeit zu bringen. Für eine spannende Nachspielzeit sorgte seinerzeit Bundesliga-Debütant Kölle drei Minuten nach Ablauf der regulären Spielzeit. Gegen Köln stellte Ache per Kopf auf 1:2. Die Hamburger Fans waren mal wieder zum Zittern verbannt.
Wie wir wissen, gab es zweimal ein Happy End. Die Polzin-Truppe brachte beide knappen Führungen über die Zeit. Die Message und die Hoffnung, die sich daraus ableiten, sind wohl eindeutig: Letzte Saison war der vierte Spieltag nach einem ziemlich bescheidenen Start der Hallo-Wach-Moment. Anschließend berappelte sich der HSV, drehte auf und sicherte sich letztlich vor dem Saisonendspurt den Klassenerhalt. Alle HSV-Fans dürften sich also einig sein und darauf hoffen, dass es mit den kuriosen Parallelen zur Vorsaison genauso weitergeht.










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