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„Lacht doch mal“: Warum der HSV-Sieg eher erlöste als begeisterte
Nur die RauteNur die Raute·VonPhilipp Overhoff

„Lacht doch mal“: Warum der HSV-Sieg eher erlöste als begeisterte

Es war den HSV-Profis anzusehen, wie viel ihnen das 2:1 über den 1. FC Köln bedeutete. Diese Bedeutung drückte sich allerdings eher in purer Erleichterung als in waschechter Freude aus.

Nach dem Schlusspfiff mussten die Rothosen erst einmal kräftig durchschnaufen, ehe sie sich im Mannschaftskreis zusammenfanden und anschließend bei den Fans bedankten. Kapitän Nicolai Remberg brachte die Gemütslage der HSV-Stars später treffend auf den Punkt: „Ich musste den Jungs sagen: ‚Lacht doch mal‘, weil alle erstmal von ihrer Anspannung runterkommen mussten.“

Kein Wunder: Nach dem verkorksten Saisonauftakt samt zwei 0:5-Niederlagen in Folge standen die Hamburger vor dem Heimspiel gegen Köln unter gehörigem Druck. Eine weitere Niederlage hätte den Fehlstart endgültig perfekt gemacht und dem gesamten Verein darüber hinaus eine ungemütliche dreiwöchige Länderspielpause beschert.

Nicolai Remberg
Foto: IMAGO

HSV-Niederlage „wäre schon ein Brett gewesen“

„Wenn wir das verloren hätten, wäre noch nicht die Welt untergegangen, aber das wäre schon ein Brett gewesen“, wusste auch Remberg und bestätigte, dass man den enormen Ergebnisdruck „schon gemerkt“ habe. Umso stolzer sei er auf seine Mitspieler gewesen: „Das ist nicht selbstverständlich, so ein Spiel zu ziehen.“

In der Tat dürfte man beim HSV die Hoffnung haben, dass die in großen Teilen neu zusammengestellte Mannschaft diesen Erfolgsmoment gebraucht hat, um endgültig zueinanderzufinden. Hinzu kommt: Auch wenn der HSV während der aktuellen Abstellungsperiode auf neun Spieler verzichten muss, weilen viele zuletzt angeschlagene oder spät verpflichtete Akteure weiterhin im Volkspark. Merlin Polzin und sein Trainerteam werden die spielfreie Zeit also bestmöglich nutzen wollen.

Quelle: Nur die RauteZum Original

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